152
raschen Vorrücken seiner leichten und reitenden Artille-rie, unter den, General Ocbolle, zu. Eben so verdan-ken die Ostreicher allein den raschen Bewegungen ihrer so-genannten reitenden Artillerie den Sieg bei Ostrich (> 7 gg)unter dem Erzherzog Karl; seitdem vermehrten ste die-selbe bedeutend."
„O>e Franzosen, nicht zufrieden mit der Schnelligkeitihrer reitenden Batterien, machten sogar in Dünkirchenden Versuch — (ähnlich dem vorher angeführten Beispieleder Kameele, oder dem Gebrauche der Elephankcn in Ost-indien) — drei Fuß lange, möglichst leichte Kanonen, ver-mittelst eines eigends dazu eingerichteten Satkelgcstellg,auf dem Pferde selbst fortzubringen, so daß die Mündunghinterwärts gerichtet war, und die Traube gegen des Pfer-des Kops stand. So lange die Kanone keinen bedeuten-den Rücklauf äußerte, verursachte das Feuern keinen ÜbelnEinfluß, und man schoß mit 6P dann mit iZ, darauf mitso Loth Pulver, ohne daß es dem Pferde nachrheilig ge-worden wäre. Bei piner, bis auf ein Pfund verstärktenLadung, stürzte irideß dasselbe todk zu Boden — und sowurde jeder fernere Versuch aufgcgeben."
„Obgleich sich im Revolutionskriege häuflg der bedeu-tende Vorzug der reitenden Artillerie für viele Fälle be-währt hatte, so blieb dennoch dieselbe unter der RegierungFriedrich'Wilhelm II. noch höchst unvollkommen;während des Friedens war ste ohne Pferde, und fle erhielterst dieselben wenige Tage vor dem AuSmarsch. Allein un-ter der Regierung des jetzigen Königs ward derselben mehrAufmerksamkeit geschenkt; die Artilleristen blieben auch imFrieden beritten, die Geschütze bespannt — (wozu die inWarschau lange Zeit mobil erhaltene reitende BatterieWohl die erste Veranlassung gegeben haben mochte) — undauf diese Weise ward es möglich, die unbedingte Fertigkeit