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Geschichte des Geschützwesens und der Artillerie in Europa : von ihrem Ursprunge bis auf die gegenwärtigen Zeiten ; mit besonderer Bezugnahme auf die preußische Artillerie
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raschen Vorrücken seiner leichten und reitenden Artille-rie, unter den, General Ocbolle, zu. Eben so verdan-ken die Ostreicher allein den raschen Bewegungen ihrer so-genannten reitenden Artillerie den Sieg bei Ostrich (> 7 gg)unter dem Erzherzog Karl; seitdem vermehrten ste die-selbe bedeutend."

O>e Franzosen, nicht zufrieden mit der Schnelligkeitihrer reitenden Batterien, machten sogar in Dünkirchenden Versuch (ähnlich dem vorher angeführten Beispieleder Kameele, oder dem Gebrauche der Elephankcn in Ost-indien) drei Fuß lange, möglichst leichte Kanonen, ver-mittelst eines eigends dazu eingerichteten Satkelgcstellg,auf dem Pferde selbst fortzubringen, so daß die Mündunghinterwärts gerichtet war, und die Traube gegen des Pfer-des Kops stand. So lange die Kanone keinen bedeuten-den Rücklauf äußerte, verursachte das Feuern keinen ÜbelnEinfluß, und man schoß mit 6P dann mit iZ, darauf mitso Loth Pulver, ohne daß es dem Pferde nachrheilig ge-worden wäre. Bei piner, bis auf ein Pfund verstärktenLadung, stürzte irideß dasselbe todk zu Boden und sowurde jeder fernere Versuch aufgcgeben."

Obgleich sich im Revolutionskriege häuflg der bedeu-tende Vorzug der reitenden Artillerie für viele Fälle be-währt hatte, so blieb dennoch dieselbe unter der RegierungFriedrich'Wilhelm II. noch höchst unvollkommen;während des Friedens war ste ohne Pferde, und fle erhielterst dieselben wenige Tage vor dem AuSmarsch. Allein un-ter der Regierung des jetzigen Königs ward derselben mehrAufmerksamkeit geschenkt; die Artilleristen blieben auch imFrieden beritten, die Geschütze bespannt (wozu die inWarschau lange Zeit mobil erhaltene reitende BatterieWohl die erste Veranlassung gegeben haben mochte) undauf diese Weise ward es möglich, die unbedingte Fertigkeit