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Geschichte des Geschützwesens und der Artillerie in Europa : von ihrem Ursprunge bis auf die gegenwärtigen Zeiten ; mit besonderer Bezugnahme auf die preußische Artillerie
Entstehung
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ropäischen Artillericschulen selbst Sie in Preußen nichtausgenommen 7 die Lehre von der Anwendung der Ar-tillerie gegen den Feind und von ihrer zweckmäßigen Ver-bindung mit den andern Waffen eine Lücke in den Unter-richtsgegenständen auSmachke, die durch einige Gemein-plätze und dürftige Instruktionen nicht in dem Maaßeausgefüllt werden konnte, wie die Gefechtslehre cs fordertErst in der neuesten Zeit ist in Ostreich und Preußen für ldiesen so wichtigen Zweig der Wissenschaft einiges gethan,und die Gefcchtslehre der Artillerie, seit 1821 auch die derandern Waffen (Taktik), zu einem Unkerrichksgcgcnstandegemacht worden.

Die praktischen Ucbungcn wurden über dem Strebennach wissenschaftlicher Bildung nicht verabsäumt, und schonseit der Schlacht von Molwitz zeichnete stch vor allen diepreußische Artillerie durch vorzüglich präzise und schnelleBedienung der Geschütze aus. Oie jährlichen Nevüeübun-gen der preußischen Artillerie können klassisch genannt wer-den. Die Generale v. Holtzcndorsf und (später) 0. Teni-pelhof arbeiteten selbst die Entwürfe zu den BelagerungS-arbciten aus, die noch heute als Muster dienen könnenGenug, es wurde nichts unterlassen, um die preußische Ar-tillerie auf eine Stufe der Ausbildung zu bringen, wie sienur dem damaligen Zeitgeiste gemäß erreicht werden konnte.

Ein gleiches wissenschaftliches Streben war über dasfranzösische Artillerie-KorpS verbreitet, das in mancherHinsicht dem preußischen noch voran ging. Aber die eigent-liche Gefcchtslehre der Artillerie wurde dort eben so ver-nachlässiget. Erst als die Revolution ein neues KriegS-system geschaffen hatte, trat Lespinasse auf und lehrte,wie die Artillerie in den Schlachten gebraucht werdenmüßte. Die Lehren seines Vorgängers Pag et hat-ten niemals rechten Eingang finden wollen, was seinenGrund in gewissen Persönlichkeiten hatte, die in der fron-