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richten reden zwar von Mörsern und Bomben, ohne jedocheine genauere Bestimmung darüber anzugeben.
In, Jahre 1378 machte der bekannte AugsburgerHans von Arau Bomben und Kugeln, welche 127, 70 undZo Pfund wogen, und lehrte das Laden und Abschießenderselben. Stephan II., Herzog von Baiern, bediente sichi 388 bei der Belagerung von Regcnsburg der Bomben.Im Jahre i/j3g sollen die Bomben von Siegismund Pan-dulph Malatesta von Rimini in Italien erfundenseyn, welches aber falsch ist, wie aus dem folgenden erhel-len wird.
In einem langen Zeiträume erfährt man nichts vonden eigentlichen Bomben, und nur erst 1320 kommt etwasdavon vor. Markgraf Albcecht belagerte nämlich indiesem Jahre die Stadt Heilsberg in Preußen. Manschoß Kugeln in die Stadt, von welchen die Geschichtesagt, daß sie hohl und inwendig mit Pulver gefüllt gewe-sen wären. Ferner, es wären daran zehn kleine Kugelnbefestigt gewesen, die, wenn die Kugel zersprungen sey, sichweit umher zerstreut hätten.
Schon die Hansa trieb 1517 einen Handel mit Bom-ben, die sie zollfrei nach Spanien und Portugal! brachte.
Oec vielfache und glückliche Gebrauch der Bombenund Granaten, welche der Graf Peter Ernst von Mans-feld, General König Philipps II. von Spanien, gegendie Stadt Wachtendon k (J 288 ) von ihnen machte,und die vielfachen Versuche, welche die Spanier kurz vor-her in Venlo mit ihnen anstellcen, mögen den Geschicht-schreiber Strade irre geleitet hoben, die Erfindung derBomben einem Bürger von Venlo zuzuschreiben. Viel-leicht verdanken wir diesem Bürger eine wesentliche Ver-besserung derselben. Tempelhof erzählt die Sache uniständ-lich, und zwar, daß bei dem ersten Versuch gleich zweiDrittel von Venlo durch eine einzige Bombe in Asche ge-