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nernen Kugeln ablieferke. In Schweidnitz hatten izggdie dortigen größer» Stücke steinerne, und das kleinereGeschütz eiserne Kugeln. Noch IÜ77, als Danzig mit demKönige Stephan Dakhory im Kriege begriffen war,wurden von den polnischen Völkern große Steinkugeln indie Stadt geworfen, und (nach Warnery) bedienten sichdie Türken noch in der neuern Zeit der steinernen KugelixIn Schlesien kommen die steinernen Kugeln zuletzt in ^der Belagerung von Brieg durch die Schweden (1642) vor. jWohlfeiler, aber ungewöhnlicher waren die Kugeln ivon flüssigen Schlacken geformt. Sie wurden 1Z70 !auf dem Eisenhüttenwerk Gittelde im Harz gefertigt,auch ließ Herzog Julius von Braunschweig (starb iggg)in den Rammelsbergschen Hütten Kugeln von flüssigenKellenschlacken gießen und nach seinen Festungen führen.
FronSperger spricht von Bleikugeln, die über eineeiserne Form (Schrot) gegossen werden und sagt: „DasFalkonet schießt zum Beispiel 2 Pfund Blei; wendet mannun zu der Kugel ein eisernes Schrot an, welches min-destens ^ Pfund wiegen muß, so sind zu jeder nur PfBlei nöthig u. s. w." — In späkern Zeiten scheint dieseArt Munition nicht wieder in Anwendung gekommen zufeyn, wenn gleich in Schweden der Vorschlag zur Sprachekam, eiserne Hohlkugeln über ein Schrot von Lehm zugießkn, was begreiflich keinen Beifall sindcn konnte.
Als die früher« Steinkarthaunen und Steinbüchsensich verloren hatten, traten an die Stelle der großen stei-nernen Kugeln die bis dahin zwar längst bekannt, aberwenig im Gebrauch gewesenen Bomben, Granaten, Brand-und Leuchtkugeln, und mehrere Arten von Kunstfeucr. Dieeigentliche Zeit der Einführung der Bomben und Gra-naten läßt sich schwer angebc», denn die älteren Nach-