den Engländern die Karonaden erfunden worden» die jedochnur als Seegeschütz dienten. Oie Engländer fingen an,leichte eiserne Kanonen zu gießen, und der Franzose G ri g-non erfand eine Methode, sie aus Skabeisen zu schmie-den, der man aber nicht weiter gefolgt ist.
In der Einrichtung der Lasteten macht die Erfindungder Deichseln statt der Gabeln, und die der eisernen Ach-sen und metallenen Buchsen, welche 176Z bei den Fran-zosen cingeführt, 1772 wieder abgeschastt und 1774 wie-der angenommen wurden, Epoche. Oie Türken hattensich ihrer zwar schon zu Anfänge des i7ten Jahrhundertsbedient, indessen waren ste viel zu schwer und unbchüls-lich. Überhaupt läßt sich annchmcn, daß die Türkenselbst gegen die schlechteste europäische Artillerie beständigum ein halbes Jahrhundert zurückgcstanden haben.
Gribauval führte bei den französischen Lasteten dassogenannte Marschlager ein, dessen Erfindung aber demkaiserlichen Oberzeugmeister Franz v. Pappen darfzugcschrieben wird. In der preußischen Artillerie fandjedoch diese Einrichtung keinen Beifall. Desto wichtigerist Gribauvals Erfindung der Rahmlaffeten 174g, die1765 bei den Franzosen eingcführt wurden. Ihnen ähn-lich waren die von Montalenibert und dem HolländerCornelius Redlichkeit 177g angegebenen, so wie diesogenannten Oepressi0nülasseten des englischen Artil-lerie - Lieutenants Köhler, welche 17S2 in Gibraltarsehr gute Dienste leisteten.
An der Verbesserung der Richtmaschinen wurde in allenArtillerien mit Eifer gearbeitet. Rur die Franzosen rich-teten ihre Kanonen noch mit Untersteckkcilen, bis Gri-bauval die noch jetzt gebräuchliche Richtschraube cinführte.Eie ist in der neuesten Zeit auch in der preußischen Ar-tillerie nachgeqhmt worden, und hat den Richtkeil mit ho-rizontaler Schraube verdrängt. Es scheint, als könne