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Geschichte des Geschützwesens und der Artillerie in Europa : von ihrem Ursprunge bis auf die gegenwärtigen Zeiten ; mit besonderer Bezugnahme auf die preußische Artillerie
Entstehung
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Gebrauch. Ihre Artillerie fiel später bei Pirna den Preu-ßen fast gänzlich in die Hände, und seitdem nahmen sie(1766) schwere und leichte Zwölf- und Achtpfünder undvierpfündige Regimentskanonen von 670 Pfund Ge-wicht an.

In dieser Periode wurden die Haubitzen ungleich häu-figer gebraucht als vormals, und vorzugsweise von denRussen gegen die regellose türkische Reiterei. Dagegenhatten die Franzosen 17^8 in den Niederlanden bei i 2 oKanonen nur 4 Haubitzen, und die Verbündeten bei Ha-stenbeck 1727 zwei Stück Zo- und vier Stück i6pfün-dige Haubitzen. Die Preußen, Ostreichec und Dänenhatten Zo, 22 » 18 , ro und 7pfündige, von denen die 7und ropfündige» zu Feldgeschütz bestimmt waren. OieEngländer (die wie die Franzosen die Haubitzen nachZollen der Mündung benennen) hakten 8, 2 ^ und ejZzöllige.

Oie Mörser erlitten in dieser Zeit der seltnen Be-lagerungen wegen nur unbedeutende Verbesserungen, zudenen MarsonS Schrift über die beste Form der Möc-serkammecn 1766, vieles beitrug. Marson war für diezylindrischen, Delidor aber für die kegelförmigen Kam-mern eingenommen. Die Preußen führten 72, 2o, 22 undropfündige Markiere mit zylindrischen Kammern; die Ost-reicher 60, Io und ropfündige; die Engländer 10, 8, 2 xund ^zöllige; und die Franzosen bloS rozöllige mit zy-lindrischen Kammern und 7 Pfund Ladung. Nur wenigerszöllige wurden bei ihnen beibehalten.

Bisher war das Geschütz über den Kern gegossenworden. Der Stückgicßer Keller zu Cassel machte zuAnfänge des r8ten Jahrhunderts den ersten Versuch, dieKanonen massiv zu gießen und dann senkrecht auszuboh-ren. Der Schund Macitz aus Gens erfand um das Jahri7Zg die horizontal« Bohrmaschine, die in Lyon zuerst