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Geschichte des Geschützwesens und der Artillerie in Europa : von ihrem Ursprunge bis auf die gegenwärtigen Zeiten ; mit besonderer Bezugnahme auf die preußische Artillerie
Entstehung
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Engländer MalkhuS unter Ludwig XIII. die Franzosengegen das Jahr i 63 o mit den Granaten bekannt machte,so blieben ihnen die Haubitzen doch noch über sechzig Jahrefremd, nämlich bis zur Schlacht von Reerwinden (i 6 g 3 ),wo sich unter dem eroberten Geschütz 8 Haubitzen befan-den. Bis dahin hatten sie sich in der Stelle der Haubitzender gzölligen Mörser bedient (besonders um die Liniendes gedeckten" Weges damit zu bewerfen), die aus einemlasfckensörmig ausgeschnittenen Block lagen und dann bisauf 70 Grad Richtung gestellt werden konnten. Erst 17Hz(nach Thiebaulk 1744) wurden die ersten französischenHaubitzen zu Douay gegossen. Die Moctiece, nachihrer eigenkhümlichen Einrichtung, sollen nach Thiebaulk200 Jahre später als die Kanonen erfunden, und beider Belagerung von RhoduS (S22) zuerst, in Frank-reich aber erst bei der Belagerung von la Mothe inLothringen (i 634 ) angewendet worden seyn.

In Frankreich beharrte man eigensinnig darauf, nurgroße Kaliber mit ins Feld zu führen, und nur erst spä-ter (1741) ging man davon ab, nachdem die Versuchedes Marschalls von Sachsen das Unzweckmäßige davondargekhan hakten, und das Beispiel Friedrichs H. vor-angegangen war. Jetzt erst führte man die sogenanntenSchwedischen Stücke ein, die man einzeln oder zu zweienden Infanterie-Bataillonen zukheilte, allein man ver-darb sie durch ein zu großes Gewicht, unter dem Vor-wände einer unnützen Dauerhaftigkeit. Sie wogen 12 bis14 Zentner, stakt dessen sie 5 Zentner hätten wiegen sollen,und dies übergroße Gewicht hatte keine andre Folge, alsihrem Dienste zu schaden, ihren Marsch zu verzögern, ihreLafsetage frühzeitig zu verderben, und endlich ungleich mehrzu kosten, als sie durch größere Dauer wieder einzubrin-gen vermochten. Thiebaulk geht hier zu weit, denn auch