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Geschichte des Geschützwesens und der Artillerie in Europa : von ihrem Ursprunge bis auf die gegenwärtigen Zeiten ; mit besonderer Bezugnahme auf die preußische Artillerie
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schon in dieser Periode war nian in Frankreich mit we-sentlicher Erleichterung des Geschützes beschäftigt, wie ausdem folgenden näher hervorgehen wird,

Im Jahre 16Z0 brachte ein Jesuit zu Warschaudie Vorrichtung der Schraube bei der Nicht inasch inean. Ws dahin hatte man das Nohr »ach der, mitunternoch jetzt üblichen Weise, blos mit untergesteckten Keilengerichtet; nun aber geschah es mittelst einer unter demBodcnstück chestndlichen Schraube. Das von diesem Je-suiten erfundene Geschütz wich auch noch darin ab, daßes an den Schildzapfen doppelte Scheiben oder Ansätzehatte, um cs in eine Lastete mit parallelen Wänden(gegen deren Vorzüge man noch heute absichtlich anzu-kämpfen scheint) legen zu können, ohne daß es sich immindesten seitwärts bewegen konnte. Die Seele endigtemit einer kugelförmig geschlossenen Kammer, die mit ei-nem auf das Pulver gesetzten hölzernen Spiegel geladenward,

Oie Kriege der Franzosen in den Niederlanden, inDeutschland und in Italien, die bis 173g dauerten, hak-ten in so fern einen Einfluß auf die Fortschritte in derGeschützkunst, als man einsehen lernte, daß die langenund schweren Kanonen für den Feldgebrauch nicht geeig-net waren, und deshalb kürzeren und leichteren weichenmußten. Nach dem Jahre i6go wurde in Frankreicheine neue Act Geschütz Angeführt, das viel kürzer undleichter war als das vorige; es hatte eine kugelförmigeKammer, deren Durchmesser größer war als der Durch-messer der Seele, wodurch eine sehr große Schußweitehervorgebrocht wurde. Diese Erfindung war aus Spa-nien nach Frankreich gekommen, machte aber begreifli-cherweise kein Glück. Für den Gebirgskrieg in den Py-renäen bestimmt, wurden in Pecpignan von den Fran-zosen Einpfünder von es Fuß 8 Zoll Länge gegossen, die