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scy. Man suchte nun durch allmäligcS Abschneider! dasrichtige Längenverhältniß für die Geschütze zu finden. Sowurden der Schlange von Genua zu Neapel, die H7Kaliber lang war, nach und nach 17 abgeschnikkcn, undsie schoß jetzt bei dem höchsten Aufsatze i2oo Schritt wei-ter als vorher.
Karthaunen und Schlangen wurden zu dieser Zeitgewöhnlich ohne Kammern gegossen, da bei dem verlän-gerten Rohre das Laden mit der Ladeschaufel sehr beschwer-lich war. Man gab ihnen gewöhnlich am Stoß denganzen, an der Mündung aber den halben Durchmesserder Kugel zur Metallstärke. Die größern Geschütze wur-den mit halber, die kleinern mit zwei Drittel, auch wohlmit ganzer und noch vermehrter kugelschwerer Ladung ge-laden. Der Grund dazu lag zun, Theil in der geringerenKraft und Güte des damaligen Schießpulvers.
Oie deutschen Stürkgießer in dieser sowohl, als inder folgenden Zeit, waren wegen ihrer Geschicklichkeit undGenauigkeit bekannt und berühmt, und führten in denmeisten Ländern die Aufsicht über die Gießereien. Dasdeutsche Geschütz wurde daher für das beste und schönstegehalten, und diente den übrigen als Muster und Regel.Als bekannt wegen ihrer Schönheit und ihren richtigen Ver-hältnissen, obgleich aus einer spätern Periode, stnd diebeiden Lübecker Karthaunen, von denen die eine ge-genwärtig hinter dem Zeughause von Berlin steht, dieandere sich in Wien befindet. Napoleon Donapartenahm sie vorzugsweise deshalb den Lübeckern, weil sie alsKunstwerke bekannt waren, und stellte sie als große Sel-tenheiten vor dem Jnvalidcnhause zu Paris auf.
Nunmehr tritt eine für die Eeschützkunst nicht minderwichtige Periode ein, nämlich die der spanisch-niederländi-schen Kriege von iZkig bis i6ag.