Oie deutschen Büchsen meister unterschieden ihr Geschützebenfalls nach dem Gewicht der daraus geschossenen Ku-geln. Zu den Mauerbrechern oder den, Belagerungs-geschütz gchörren:
Die Scharfmetze, welche 100 Pfund Eisen schoß.
Oer Basilisk, der 70 Pfund Eisen schoß.
Oie Nachtigall; sie schoß Ho Pfund Eisen.
Oie Singcrin, die 20 Pfund Eisen schoß.
Oie große Quartanschlange, weiche 18 PfundEisen schoß.
DaS Feldgeschütz bestand auS:
Oec Nothschlangc, die eine eiserne Kugel von 16Pfund schoß.
Der halben Nothschlange, welche 7 Pfund Eisenschoß. Sie ward auch die ocdinaicc Schlange ge-nannt.
Der Falkhanne oder halben Schlange; sie schoß 5Pfund Eisen.
Dem Falko net, das 2 Pfund Eisen oder Blei schoß.
Dem scharfen Tindlein, einem ganz kleinen Gc-
-> schütz, das nur ^ Pfund Blei schoß.
Alle diese Geschützarten wurden auch unter dem all-gemeinen Namen der Karkhauncn begriffen.
In der Mitte des igken Jahrhunderts hakte man ent-deckt, daß die längeren Geschütze eine größere Schuß-weite geben als die kürzeren, und goß daher die Kar-thaunen und Schlangen länger als die Wurfgeschütze, gc-rierh aber dadurch in den entgegengesetzten Fehler undführte Schlangen ein, welche bis gegen Zo Kaliber langwaren. Späterhin fand man erst, daß die übergroßeLänge der Geschütze den Schußweiten ebenfalls nachteilig
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