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Es ist bereits angeführt worden, daß unter Karl V>der erste wichtige Schritt zur Verbesserung der Artillerie ge>than worden war. Man hakte, wie schon bemerkt, den grö-ßer» Theil der kolossalen Stücke entweder umgeschmolzen oderin die Zeughäuser verwiesen. Karl V. hakte selbst dieProportionen der gewöhnlichen Geschütze, der Schlangen,Karthaunen und Kammergeschütze bestimmt, und danachin seinen Gießereien in Spanien, Italien und Deutschlandviel neues Geschütz gießen lassen, das lange Zeit für dasbeste gehalten und von andern Völkern nachgeahmk wurde.Auch hakte er sein Kaliber absichtlich etwas größer alsdas seiner Feinde gewählt, damit er von der erbeutetenMunition beliebigen Gebrauch machen konnte, währenddie seinige seinen Feinden keinen augenblicklichen Nutzengewährte. Dieser Maaßregel gebührt Beifall, denn siezeugt von großen Ansichten, und keine Masse bedarfderen in dem Geiste ihrer -Organisatoren mehr, als geradedie Artillerie, deren Fortschritte von je her durch nichtsmehr gehemmt wurden, als durch kleine, engherzigeund einseitige Ansichten.
Man fuhr zwar fort, die Mörser und Haubitzen nachSteingewichkzu berechnen, brauchte sie aber ausschließlich,die erstecen zum Werfen der Bomben und Kunstfeucr, dieletzter» um Granaten im stachen Bogen aus ihnen zu wer-fen, auch wohl um Kartätschen aus ihnen zu schießen.
In der so eben genannten Periode wurde die frühereEinkheilung des Geschützes in Schlangen, Karthaunenund Kammerstücke zwar noch beibehalken, indessen theiltcman — nach Usfano s Überlieferungen— die Schlangen in:
I. Ächte (legitimes) und zwar:
s. Oec Drache (Ooppcl-Koloubrine) schoß Ho Pf.Eisen, mit 2cs Pfund Ladung, war 120 Zentnerschwer und Zi Kaliber lang, (etwa 20 Fuß).