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Geschichte des Geschützwesens und der Artillerie in Europa : von ihrem Ursprunge bis auf die gegenwärtigen Zeiten ; mit besonderer Bezugnahme auf die preußische Artillerie
Entstehung
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Betracht und bot einen Zusammenfluß von Material fürdiese Waffe dar; deshalb wurde auch dieser Ort zur An-lage einer Pulvermühle besonders ausgewählt, und manergriff diejenige Art der Fabrikation, wie sie die Nvth-wendigkcit in Frankreich zur Zeit der Revolution gelehrthatte, eben weil man dadurch am schnellsten zum Zweckzu kommen glaubte. Unter den beiden bekannten Me-thoden C ha ptals und Champi/s, wählte man nachvorhergegangcncc Prüfung die erstere. Die Pulverbestand»theile wurden zwischen metallenen, mühlsteinartigcn Schei-ben gekleint, dann in Fässern mittelst metallener Kugelngemischt und bearbeitet. Mittelst einer einfachen Vorrich-tung drehte ein Mann mehrere Fässer zugleich; das Ganzeaber war unter Schuppen in mehrere Gänge verthellr.

Das Körnen geschah nach vvrhergangenem Pressen desSatzes mittelst gewöhnlicher Körnstebe, das Trocknen ausgewöhnliche Art, theilweise in der Luft, kheilwcise durchÖsen; jedoch fiel zweimal ein Unglück dabei vor.

Das Neissec Pulver wich in Bezug auf Kraft bedeu-tend von dem Berliner ab, und veranlaßke wesentlicheVerbesserungen.

Das Trocknen geschah fortan durch Luftzüge in Orath-zylindern, endlich durch Waffecdämpfe nach der bekanntenenglischen Methode.

Vor dem Feldzuge von igi 5 machte man noch meh-rere Verbesserungen und legte den Grund zu einer ganzneuen Pulvcrmühle, nebenbei wurde aber immer die Fabrika-tion in Fässern beibehaltcn, bis im Späkjahr igiZ die Walz-mühle vollendet wurde, wie sie gegenwärtig ist, und de-ren Einrichtung aus dem Leitfaden zum Unterricht für diepreußische Artillerie hervorgeht.

Seit dem Jahre i 685 wurde in Frankreich nur einer-lei Art feinen Pulvers zum groben und kleinen Geschützangewendet, das aus 72 Salpeter, 12^ Schwefel und 12^