der Pater Fcry eine Mühle in Frankreich mit gegosseneneisernen Läufern ein.
Oie Pulverniühlc zu Berlin, aus marmornen Läufernund Mahlsteinen bestehend!, hat beständig viele Vorzügevor andern gehabt. Man hat igiZ Pulver vvrgefundcn,das 17^1 zu Berlin verfertigt worden war, und noch seineganze Kraft und Güte erhalten hatte.
Oie Pulvermühle in Neisse unterscheidet sich vonandern durch ihre eigenthümliche Einrichtung. Auf einemLagcrkranze von Eichenholz laufen vier gegossene eiserneKegel, deren größere Grundfläche nach außen liegt. Dreisolcher Mühlen werden durch ein Wasserrad in Bewegunggefetzt und bearbeiten den Satz vier Stunden lang; dannwird das Pulver zu Kuchen gepreßt, zwischen zwei metal-lenen Walzen zu Körnern gebröckelt, diese gesiebt, in Säk-ken auf einer eigenen Nollmaschine gerollt, und mittelstWasserdämpfe aus kupfernen Mulden getrocknet. DieseMühle wurde igiü durch den Preuß. Gen. Mas. Braunangelegt; später brachte sie der Staat durch einen eigenenVertrag an sich.
Eine interessante Bemerkung ist es, daß bei der Pul»vermähle zu Neiße fast alle Methoden der Puloerfabri-kation, wie sie nach und nach bekannt wurden, in Anwen-dung gebracht worden sind, wodurch eine praktische Kritikdieser Methoden entstand; wie überhaupt originelle Ein-richtungen und zweckvolle Verbesserungen des Auslandesin Bezug auf Pulverfabrikation dort vereinigt worden sind.Selbst die Unglücksfällc, die bei keiner neuen Anlage die-ser Gattung ausbleiben, wurden zu lehrreichen Ereignissen.
Bei der neuen Organisation nach dem Frieden vonTilsit, wo der preußische Staat fast Alles neu erschaffenmußte, konnte es an Vorschlägen zur schnellen Anferti-gung bedeutender Pulvecoorräthe nicht fehlen. Neissewurde für die preußische Artillerie eine Schule in jedem