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Geschichte des Geschützwesens und der Artillerie in Europa : von ihrem Ursprunge bis auf die gegenwärtigen Zeiten ; mit besonderer Bezugnahme auf die preußische Artillerie
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Kohlen bestand; in Deutschland unterschied man aberviererlei Arten groben und seinen Pulvers. Das spanischePulver galt lange Zeit für das beste, und bestand aus78 Salpeter, il Schwefel und lZ Kohlen. Ausfallend istes. Saß man in Frankreich nach vielen Versuchen IN denneuesten Zeiten wieder auf das älteste, nämlich das obenangegebene, Verhältnis zurückgekommen ist, ein Beweis, daßdie nicht allzu sehr abweichende Mischung keinen wesent-lichen Einfluß auf die Brauchbarkeit äußert.

Im iZken und löten Jahrhundert probicte man das Pul-ver nur auf eine sehr oberflächliche Weise und bediente sichzuletzt allgemein der sogenannten Lprauvetrs mit gezahnterStange, Erst zu Ende des i7ten Jahrhunderts wurde inFrankreich der Probir Mörser erfunden, der mit einigenAbweichungen auch in Preußen eingeführt ward. DieserProbirmörser, durch Tempelhof späterhin verbessert, wichlgil dem Schacnhorstschen, (mit halbkugellangem Fluge);allein auch dieser will nicht zusagen, und wahrscheinlichwird man in Preußen zu dem alten französischen wiederzurückkehren.

Erst in der Periode der schlesischen Kriege bis zumfranzösischen Revolutions-Kriege wurden die Begriffeüber die Kraft des Pulvers und der EntzündungStheoriedesselben erweitert und berichtigt. Lavoisier, RobinS»der Ritter d'Arcy, Ankoni u. a. m. haben durch ihreSchriften dazu beigekragen.

Der Revolutions-Krieg verlangte in Frankreich vielPulver, und eben dieser ungeheure Bedarf erzeugte daselbstaußerordentliche Nlaaßregeln für die Gewinnung und Raf-stnirung des Salpeters. Durch die Anstrengungen einesFourcroy, Plüvinet und Düfourny brachte manes dahin, in g Monaten 12 Millionen Pfund Salpeter indie Magazine zu liefern, während die vormalige jährigeAusbeute kaum eine Million Pfunde betrug.