Druckschrift 
Geschichte des Geschützwesens und der Artillerie in Europa : von ihrem Ursprunge bis auf die gegenwärtigen Zeiten ; mit besonderer Bezugnahme auf die preußische Artillerie
Entstehung
Seite
23
Einzelbild herunterladen
 

23

gcnpulver, als Gegensatz des gekörnten, so fein wie Sandund Staub seyn müsse; und Kap. 3., daß 2 Pfund ge-körntes so viel wirken, als Z Pfund lMehlpulver. Indem Wörterbuche der Marine von Heinr. Mantzwai-ring, das dem Herzoge von Buckingham unter Karl l.gewidmet ist, steht unter dem Artikel: Pulver, das näm-liche. RobinS glaubt indessen, daß das gekörnte Pulverweit früher allgemein gewesen sey, als diese Schriftstellercs meinen.

Das erste Büchsenpulver wurde rItjtj in Spaniengebraucht. Nach Biringoccio bestand das Schießpulverunter Karl V. aus Z Theilen Salpeter, i Theil Schwefelund 2 Theilen Kohlen; oder aus 5 Salpeter, r Schwefel,

Kohlen. Nach FronSpergec aus 6 Salpeter, 2Schwefel, r Kohlen. Alle diese Arten wurden als Mehl-puloer gebraucht.

Die erste» Pulvermühlen waren Handmühlen,und erst i6sg besaß Breslau zwei Mühlen, die durchPferde getrieben wurden. Oer erste schlesische Pulvec-müllec (i336) hieß Albrecht Pollack, Meister Albrechtder Schneider genannt,

Jahrhunderte vergingen, ehe man in der Puloerfabri-kation bedeutende Fortschritte machte. In Frankreichwurde auf diesen Gegenstand viel Sorgfalt verwendet.Im Jahre 1692 belief sich die Anzahl der Puloermühlenauf 26 (Stampfmühlen), die in den Sommermonatenmit gg2 Stempeln gegen 2Z000 Zentner lieferten. OieMahlmühlen stnd dagegen in Deutschland zuerst ein-geführt worden; erst 1734 wurde in Frankreich die ersteWalzmühle zu Essonne erbaut. In demselben Jahreerfand Karl Knutberg, ein Schwede, eine Pulvermühlemit hölzernen Läufern und metallenen Reifen. In Sach-sen hat dagegen eine Mühle mit ganz metallenen Läufernexistirt, die auf einer kupfernen Bahn liefen. »736 richtete