hielt sich diese Einrichtung, für die der General v. Tem-pclhof sehr eingenommen war, immer noch und bis zumJahre tgc>7, wo ihre Auflösung von selbst erfolgte. DieRegimentskanonen wurden durch Leute von der Infante-rie, die das Jahr über nur 2k Tage im Dienst waren,bedient, durch abgegebene Artillerie-Unteroffiziere geführtUnd von kommandirten Infanterie-Offizieren befehligt.Im Felde waren sie den Unteroffizieren überlassen. Mansteht, daß diese Einrichtung, schon aus Mangel an Ein-heit, nicht Bestand haben konnte.
In, Jahre 1799 erhielt die Pceuß. Artillerie einenneuen MvbilmachungSplan, der auf die unter der vorigenRegierung angenommene Eintheilung, daß nämlich eineKompagnie zwei Batterien re. besetzte, gestützt war. DieEinheit war dadurch auf das höchste verletzt, was nichtanders als nachtheilig bei einem spätern Kriege werdenmußte. Den Beweis hak der Feldzug von rgo6 geführt,nach dessen Beendigung der Prinz August von Preußendie ganze ältere Einrichtung umwarf. Jener sogenannteneue Mobilmachungsplau drehte sich in vielen Stückenum leere Formen ohne allen praktischen Nutzen und er-schwerte den eigentlichen Dienst im Felde im höchstenGrade. Es scheint, als wäre alles Praktische mit Gewaltdabei aus den Augen gesetzt worden Die StaabSofstziereerhielten Bakterie» unter ihrem Befehl, die sie nie vorhergesehen und gekannt hatten. Der fünfte Offizier einerStaabs - Kompagnie ward zum Adjuvanten kceirt, gleich-viel ob ec sich dazu paßte oder nicht re. Man kann wohl
um durch eine überaus zahlreiche Artillerie zu imponiren, unddurch die Anwesenheit einiger Kanonen seinen jungen TruppenMath einzuflößen, als weil er von ihrem Nutzen durchdrungenseyn mochte. Er hat übrigens alle Regiments-Artillerie an ei»nem Tage einzebüßt; was sich rettete war Divisions-Artillerie.