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Geschichte des Geschützwesens und der Artillerie in Europa : von ihrem Ursprunge bis auf die gegenwärtigen Zeiten ; mit besonderer Bezugnahme auf die preußische Artillerie
Entstehung
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sen, woran offenbar die mechanischen Wissenschaften, diedamals noch in ihrer Kindheit lagen, schuld gewesen sind.Er behauptet, daß bis zum Jahre 17Z2 die Kaliber so-wohl wie das Gewicht und die übrigen Verhältnisse derGeschütze ,lediglich durch den Eigensinn des Gießers be-stimmt worden wären. Hierin ging er unbedingt zu weit»denn schon Karl V. und Gustav Adolph beschäftigten sichpersönlich mit Entwürfen für die Länge und das Kaliberder Geschütze; der letztere hat sogar mit eigener HandZeichnungen neuer verbesserter Kanonen entworfen.

Bereits vor dem Zo jährigen Kriege war der erste wich-tige Schritt zur allgemeinen Einrichtung der Artillerie be-reits gcrhan, und der nachkommenden Zeit blieb eigentlichnur noch zweierlei zu thun übrig, nämlich:

1) An Verminderung der Schwere der Geschütze zu ar-beiten, um sie in, Felde bequemer mikführen undbesser gebrauchen zu können, und dadurch dem Vor-urtheile entgegen zu wirken, als scy die Artillerie,gle:ch den alten Wurfmaschinen, nur eigentlich beiBelagerungen zu gebrauchen.

2) Schnellere und leichtere Bedienung bei derselben cin-zusühren, und Grundsätze für ihren zweckmäßigenGebrauch im Gefecht, wie für ihre Wirksamkeit durchvortheilhofte Ausstellung (Placirung) sestzustellen;überhaupt alles was zur reinen und angewandtenBcw egungL- und EesechtSlehrc (Taktik) der Artilleriegehört.

Wir werden weiter unken sehen, wie diese beidenPunkte nach und nach zu dein Grade hoher Vollkommen-heit der gegenwärtigen Zeit, vorzüglich in drei wichtigenEpochen der Kriegsgeschichte: des dreißigjährigen Krieges,der drei Schlesischen und des RcvolutionskricgeS; unddurch drei große Männer und ihre Zeitgenossen, Gustav» Adolph, Fried richdenGcoßen und Napoleon, ge-