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Geschichte des Geschützwesens und der Artillerie in Europa : von ihrem Ursprunge bis auf die gegenwärtigen Zeiten ; mit besonderer Bezugnahme auf die preußische Artillerie
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langt sind. Diese drei Männer verstanden die Kunst,auch die Artillerie dem Geiste und Charakter ihrer Zeitund ihrer Kriege anzupassen, und sie, wie jeden andernTk,eil der Kriegskunst, stufenweise bis zu dem Grade derVollkommenheit zu bringen, in dem wir sie heutigen Ta-ges sehen.

Der spanisch - niederländische Krieg hatte mehr auseiner fortwährenden Reihe von merkwürdigen Belagerun-gen bestanden, und sich weniger durch große und folgen-reiche Feldschlachken ausgezeichnet, daher mußte sich be-greiflicherweife auch das alte Vorurkheil: als sey der Bcla-gerungskricg die Hauptbestimmung der Artillerie, und ihreAnwendung im freien Felde nur Nebensache, nicht nur er-halten, sondern es vielmehr noch vergrößern. Für dieAusbildung der Wurfgeschütze, der Mörser und Haubitzen,für die Bomben und alle Arten von Kunstfeuer, wie auchfür die mechanische Einrichtung der Geschütze war in je-ner Periode mehr geschehen, als in irgend einer der frühe-ren oder späteren; weniger war man jedoch bemüht gewe-sen, sie für den Feldgebrauch einzurichten und bequemerzu machen.

Ileber die Fortschritte des GeschützwefenS ln Frankreichin der Periode des Zo jährigen Krieges sagt Thiebaultfolgendes: Nachdem man angefangen hatte, die Artillerieauch im freien Felde zu gebrauchen, ließ man sie gegenTruppen und mit Truppen, gegen Feldverschanzungen undSchiffe, gegen Nedoukcn und Batterien, und überhauptgegen alles auftreken, was man nur mit ihren Geschossenerreichen konnte.

Um ihre Gewalt zu vermehren, veränderte man ihreGestalt, und führte verschiedene Richtungen ein, nämlichdie direkte oder horizontale, und die indirekte oder parabo-lische, indem man sie kalke und glühende, Ketten- undStangen-, hohle und volle Kugeln, Büchsen- und Trauben-