Druckschrift 
Geschichte des Geschützwesens und der Artillerie in Europa : von ihrem Ursprunge bis auf die gegenwärtigen Zeiten ; mit besonderer Bezugnahme auf die preußische Artillerie
Entstehung
Seite
8
Einzelbild herunterladen
 

Ehiozza (oder Chioggia) am adriakischcn Meere einund nahmen sic gefangen.

Man sing nun an, daü Geschütz für den Gebrauchbei Belagerungen einzurichten, und es gab besonders denBelagerten ein großes Uebcrgewicht über die Belagerer.Die kleine Stadt Strasburg in der Ukecmark schlugschon ,/sig die Belagerung der Herzoge Johann und Al-brecht von Mcklenburg und ihrer Bundesgenossen, dieHerzoge Erich von Sachsen - Lauenburg und Otto vonStettin glücklich ab, als sie bei der Fehde mit Friedrich I.Burggraf zu Nürnberg und nachherigen Kurfürsten vonBrandenburg mit mehr ala 1000 Mann in die Ukecmarkeinsielen und Strasburg belagerten.

Wenn man indessen den Deutschen die eigentlicheErfindung des Schießpulvers und der Geschütze mit Rechtzuschreiben muß, so darf man aus der andern Seite denFranzosen nicht absprechen, daß sie wiederum die erstenwaren, welche entscheidende Schritte zur Verbesserung desGeschützwesens gekhan haben. Sie sind unS bis auf denheutigen Tag darin vorauögcblieben; denn wäre dem nichtso, wie würde z. B. die preußische Artillerie, die bestän-dig unter den deutschen Artillerien eine ächte Originalitätbehauptet hak, in der neuesten Zeit fast alle mechanischeEinrichtungen der Franzosen angenommen haben? Nurvon den Engländern sind die Franzosen in der neuern Zeitubertrossen, von den Rußen fast erreicht worden. Bei derHöhe der Stufe, aus der jetzt die Arkillericwissenschafk inEuropa steht, wird diejenige Artillerie in technischer Hin-sicht die beste scyn, welche die meisten Mittel also mitklaren Worten zu reden, das meiste Geld aufzubie-ten und auf ihre mechanische Einrichtung zu verwendenvermag.

General Thiebault datirt die Kanonen von iZZ 6her und sagt, sie wären sämtlich sehr mangelhaft gewe-