Dieser heilsamen, schon so hange und auch jetztwieder so laut gewünschten und so oft vergeblich ver-suchten Vereinigung, in welcher die reformirteKirche nicht zur lutherischen und diesenicht zu jener übergeht, sondern beide Eineneu belebte evangelisch-christliche Kircheim Geiste ihres heiligen Stifters werden,stehet kein in der Natur der Sache liegendes Ilindcr-niss mehr entgegen, sobald beide Theile nur ernst-lich und redlich in wahrhaft christlichem Sinnesie wollen; und von diesem erzeugt, würde sie würdigden Dank aussprechen, welchen wir der göttlichenVorsehung für den unschätzbaren Segen der Refor-mation schuldig sind, und das Andenken ihrer gros-sen Stifter, in der Fortsetzung ihres unsterb-lichen Werks, durch die Tliat ehren.
Aber so sehr ich wünschen muss, dass die reför-mirte und lutherische Kirche in Meinen Staaten dieseMeine wohlgepriiftc Ueberzeugung mit Mir thcilcnmöge, so weit bin Ich, ihre Rechte und Frei-heit achtend, davon entfernt, sie aufdringenund in dieser Angelegenheit etwas verfügenund bestimmen zu wollen. Auch hat dieseUnion nur dann einen wahren Werth, wennweder Ueberredung, noch Indifferentismusan ihr Theil haben, wenn sie aus der Frei-heit eigener Ueberzeugung rein hervorge-