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rechtgläubig angesehener Theolog der LutherischenKirche neuerer Zeit, der ehrwürdige J). Knapp,iiher den Gegenstand geurtheilt habe, mag aus des-sen eigenen Worten, denen wir mit Vergnügen amSchlüsse hier Platz geben, erkannt werden. Nachdemer im zweiten Bande der Vorlesungen über diechristliche Glaubenslehre S. 504 f. die ver-schiedenen Hypothesen (das ist sein Ausdruck,)über die Art und Weise der Gegenwart des Leibesund Blutes Christi im Abendmahl mit grosser Unbe-fangenheit und gewohnter Gründlichkeit gewiirdiget,die einer jeden, auch der Lutherischen entgegenste-henden Schwierigkeiten aufgezählt, und zuletzt be-merklich gemacht hat, dass diese Lehre nicht alswesentlich, sondern als problematisch anzuse-hen sei, fährt er S. 507. i. d. M. so fort: „Die Specu-lationen über die Art und Weise der Gegenwart desLeibes und Blutes Christi haben weder in das We-sen des Abendmahls noch in dessen Wirkungenden allergeringsten Einfluss. Für den Christen istdie Hauptsache, die Zwecke und den Nutzen dieserHandlung zu wissen und diesen gemäss zu handeln.Also: von Herzen zu glauben, dass a ) Christus fürihn gestorben sei, und li) auch in seinem erliöhctenZustande noch thätig für seine wahre Wohlfahrt sor-ge; und hieraus ergiebt sich dann von selbst, c ) mitAvelchen Gesinnungen das Abendmahl genossen werdenmüsse, nämlich mit den Gesinnungen der tiefsten Ehr-furcht und der dankbarsten Gegenliebe zu Gott undJesu Christo. Dieses ist eigentlich das, worauf Al-les ankommt, und was den Christen dabei wahrhaftheilsam, segensreich und tröstlich sein kann. Diesen