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Die christliche Lehre vom heiligen Abendmahl nach dem Grundtext des neuen Testaments : mit e. Abriss d. Geschichte dieser Lehre ; ein Versuch
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inouie stellen, und zu allen Zeiten dieselben seyn müs-sen, das lautere Christentlium aber als göttliche Gabein keinem Widerstreit damit erscheinen kann nochdarf: so muss es auch möglich seyn, die gebildete,

sich selber klar gewordene Menschheit in ihren An-sichten über die Hauptpuncte aller Religion und Sitt-lichkeit, als die höchsten Zwecke ihres Lebens, zurEinheit nach und nach zusammenzurufen.

Diese Ansicht der Sache allein darf als die rich-tige, für Lehrer und Führer des christlichen Volkszumal allein würdige gelten, und muss deren unwan-delbares Ziel, die höchste Aufgabe all ihres Stechensseyn. Hat ein Geistlicher dieses noch nicht erkannt,noch darauf Bedacht genommen, wie er seinen Blickvom Zufälligen, Wandelbaren, änsserlich Gegenwärti-gen, mit Freiheit hinüberzulenken habe auf das We-sentliche, Beständige, für die Zukunft zu Gestaltende,von Formen und Formeln und jedem Aussenwerk zuGeist und Leben und Wesen, zugleich aber auch dieihm anvertraute Heerde über die Spaltung hinweg zurhühern Gemeinschaft und Einheit hinaufzuführen: sohat er auch weder seinen grossen Beruf begriffen, nochdie Lehre Jesu und seiner Apostel recht verstanden;so ist ihm die grossartige Idee, aus welcher die Kir-chenverbesserung und alle Segnungen des Protestan-tismus hervorgegangen sind, gänzlich fremd geblieben.Ein solcher kann immerdar nur für eine Partei, alsofür die Spaltung, nicht für den Frieden arbeiten, undwird mit aller eifrigen Anstrengung nicht einmal Ei-nigkeit, geschweige Einheit und wahre Gemeinschaftherbeizuführen im Stande seyn: er wird die Zwie-tracht verewigen. Nur eine neue Gestalt des alten