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Die Doppelsterne
Entstehung
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C a p i L e l' IX.

Kurze Geschichte dieser Entdeckungen und Schlußbemer-kungen über die Planeten der Doppelsterne.

Das Vorhergehende enthalt das Vorzüglichste von dem, waswir bisher durch die Beobachtungen der Astronomen von den Dop-pelsternen kennen gelernt haben. Wem es in Beziehung auf denReichthum, der wahrscheinlich noch aus diesen Minen ausgebeu-tet werden kann, nur gering erscheint, der mag bedenken, daßnur kaum ein halbes Jahrhundert verflossen ist, seit die Beobach-ter ihre Aufmerksamkeit mit größerm und vereintem Eifer diesenGegenstand zugewendet haben. Wenn der Schatz von Kenntnissen,welche die gegenwärtigen Beobachter gesammelt haben, noch län-gere Zeit in demselben Verhältnisse, wie bisher, zunimmt, so wer-den sie ihren nächsten Nachfolgern schon ein reiches Erbe hinter-lassen und wir können die gegründete Hoffnung nähren, daß sieam Ende dieses Jahrhunderts den gestirnten Himmel über ihnenmit ganz andern Augen betrachten werden, als es ihren Vorgän-gern gegönnt war.

Wersetzcls erste Änslrtztcn don den Doxxclstcrnen.) Es war i. I.1778, daß der altere Herschel (Sir William) den Doppelsternenzuerst seine nähere Aufmerksamkeit widmete. Seine erste Ansicht war,daß diese Sterne nur scheinbar, oder bloß optisch doppelt sind, daß siebloß auf derselben Gesichtslinie für uns stehen, aber vielleicht insehrgroßen Distanzen hinter einander stehen. Er hielt sie deshalb, wie(bereits oben) gesagt wurde, für ein ganz vorzügliches Mittel,die jährliche Parallaxe oder die Entfernung derselben von uns zubestimmen, und in dieser Absicht begann er in dem erwähnten Jahredie Beobachtungen dieser Gestirne. Allein er bemerkte bald, daßdie erwarteten jährlichen Ortsveränderungen dieser Sterne, diebloß von der jährlichen Bewegung der Erde um die Sonne kom-men sollten, nicht statt haben, und daß daher die Bahn der Erde,