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C a p i t e l V.
Bahnbestimmung der Doppelsterne.
(Einleitung.) Wenn man nun aber auf die eben beschriebeneWeise eine Anzahl, selbst eine noch so große Anzahl von Posi-tionswinkeln /7 und Distanzen eines Doppelsterns durch Beob-achtung desselben gesammelt hat, was hat man damit für dieweitern Kenntnisse des Doppelsterns selbst gewonnen? Wenn mansieht, daß diese Winkel und diese Distanzen sich ändern, sich mitder Zeit fortgehend nach einem bestimmten Gesetze ändern, sowird man allerdings daraus den Schluß ziehen, daß der eine derbeyden Sterne sich um den andern bewegt. Aber wie ist diese Be-wegung beschaffen? Welches ist ihre Geschwindigkeit, ihre Rich-tung, und welches ist die eigentliche Bahn, in der diese Bewe-gung vor sich geht?
Diese Fragen sind es, welche wir beantworten, und zwarbloß aus jenen Distanzen und Winkeln beantworten sollen, da unsdie Beobachtungen nichts weiter von jenen Doppelsternen kennengelehrt haben.
Es kann nicht meine Absicht seyn, hier in eine umständlicheDeduction aller der Mittel einzugehen, die man zu diesem Zwe-cke in Bewegung gesetzt hat. Sie gehören sämmrlich der Analyseund der hohem Geometrie an, und sind zu zusammengesetzt, umhier eine angemessene Stelle zu finden. Aber was sich von ihnenohne Rechnung sagen läßt, ist noch immer für denkende Leser in sohohem Grade interessant, daß es, auch in einer Schrift dieserArt, nicht ganz mit Stillschweigen übergangen werden darf.
(Eigcnschsktcn der Ellipse.) Jeder derselben kennt ohne Zweifelbereits jene eyförmige, krumme Linie (lig. 5.), die man
Ellipse zu nennen pflegt. Sie hat die Eigenschaft, daß dieSumme der beyden geraden Linien, die man von irgend einemPuncte ihres Umkreises nach zwep inneren festen Puncten I' und
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