der Durchmesser 40 Millionen Meilen beträgt, noch viel zu kleinist, um darauf als auf einer Basis die Entfernung jener Sternevon uns zu gründen. Zwar fand er, als er diese Beobachtungenlängere Zeit fortgesetzt hatte, daß die Distanzen sowohl, als auchdie Positionswinkel der Doppelsterne keineswegs unverändert blie-ben, aber die Änderungen, welche er bemerkte, lassen sich nichtdurch die Parallaxe erklären und mußten daher einen ganz an-dern Grund haben. Er fand nämlich, daß diese Distanzen sowohl,als auch der Positionswinkel sich mehrere Jahre durch immer indemselben Sinne veränderten, daß die eine z. B. immer wuchs,während die andere fortwährend abnahm.
Diese Bemerkung brachte ihn auf die Idee, daß jene Ände-rungen ihre Ursachen in einer allgemeinen Bewegung unsers Pla-netensystemes haben und er glaubte einige dieser Änderungen da-durch erklären zu können, daß die Sonne mit allen ihren Plane-ten und Kometen ihren Ort im Welträume ändere, und daß dieRichtung ihrer Bewegung nahe gegen das Sternbild des Herkulesgehe. Allein da in dieser Hypothese die scheinbare Bewegung derDoppelsterne, selbst die bloß relative des einen derselben gegen denanderen, während mehrerer Jahre, nicht wohl anders, als in einergeraden Linie vor sich gehen kann, und da dieß mit seinen Beob-achtungen durchaus nicht übereinstimmte, so mußte er auch dieseErklärung wieder aufgeben.
(Aerschcüs weitere Untersuchungen über diesen Gegenstand.)Statt weiteren Hypothesen nachzuhängen, zog er es vor, seineBeobachtungen mit verdoppeltem Eifer fortzusetzen. Er sammeltederen eine große Anzahl und machte sie in zwey Aufsätzen bekannt,die in den ktül. Braus, für 1782 und 1785 erschienen und welcheseine Beobachtungen von 702 Doppelsternen enthalten.
Später versuchte er bey mehreren dieser Doppelsterne den Weg,welchen der eine derselben um den andern seit einer Reihe vonJahren zurückgelegt hatte, seinen Beobachtungen gemäß zu ver-zeichnen oder eine Art von Karte dieses Weges zu entwerfen, under war nicht wenig überrascht, zu sehen, daß diese Wege, weit ent-fernt durch gerade Linien dargestellt zu werden, vielmehr sehr starkDie Doppelsternc. l0