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VIII. C a p i t e l.
Drey- und mehrfache Sterne.
Es ist bereits oben gesagt worden/ daß die Astronomen sicherst seit etwa fünfzig Jahren mit den Doppelsternen regelmäßigund anhaltend beschäftige»/ und daß daher unsere Kenntnisse die-ses höchst interessanten Gegenstandes noch sehr jung und unvoll-kommen sind. In einem noch viel höher» Grade gilt dieß von dendrey- und mehrfachen Sternen/ die bisher nur gleichsam zufälligvon den Beobachtern ausgenommen wurden/ wenn sie ihnen aufihren Wegen durch den Himmel eben begegneten. Wir werdenuns daher hier begnügen/ nur die vorzüglichsten derselben kurz zu-sammenzustellen.
(Dregkache Sterne.) Schon in dem ersten Catalog der Dop-pelsterne/ den Struve geliefert hat/ waren 3063 doppelte undunter diesen 52 dreyfache Sterne enthalte»/ deren jeder demnächsten innerhalb 32 Secunden nahe steht. Diese Anzahl machtes wahrscheinlich/ daß auch diese dreyfachen Sterne nicht bloß optischsind, sondern wesentlich zu einander/ zu einem gemeinsamen physi-schen Systeme gehören. Noch wahrscheinlicher wird diese Vermuthungbey jenen dreyfachen Sterne»/ wo alle drey zu den helleren gehö-ren, wie Nr. 11 im Einhorn, L im Krebs und L in der Wage.An dem zweytgenannten ist die Rotationsbewegung der beydenkleinern um den großen Centralstern schon aus den Beobachtungenerwiesen. Der Trippelstern Lussiopaiuo besteht aus einem ziem-lich Hellen und zwey kleinen Sternen, welche letzteren äußerst naheaiz einander stehen und wahrscheinlich auch eine Bewegung um dengrößeren haben. Schon der ältere Herschel erkannte den SrernRr. 7 im Stier als einen Doppelstern der vierten Classe, woder Hauptstern VIter „„p der Satellit nahe D" Größe ist. AberStruve erkannte zuerst mit seinem großen Refraotor, daß die-ser Hauptstern selbst wieder ein Doppelstern der ersten Classe und