*
— 139 —
(verstreute Wruxxen bin Fixsternen) Was soll man aber vonjenen Gegenden des Himmels denken, wo sich die Sterne dessel-ben gleichsam gruppenweise dicht an einander drängen? — Schon dasblosie Auge entdeckt mehrere dieser Gruppen/ in welchen dieseAnhäufung von Sternen offenbar von der übrigen Vertheilungderselben an der Fläche des Himmels sehr verschieden ist. Die be-reits oben erwähnten Pleiaden zeigen dem freyen Auge etwasechs oder sieben/ aber dem nur mäßig bewaffneten schon sechzigoder siebenzig größere Sterne/ alle in einem mäßigen Raumezusammen geschichtet und von den sie zunächst umgebenden/ stern-leeren Gegenden wesentlich verschieden. Das Sternbild des Haupt-haares der Berenice bildet eine ähnliche Sammlung/ zwar vonmehr zerstreute«/ aber dafür auch viel großer« Sternen.
Auffallender noch ist die Sterngruppe im Krebs/ die unterdem Nahmen der Krippe (kraesepe oder Leestivs, Bienenkorbbey den Engländern) bekannt und deren gleich 8^ 30' undkolck. gleich Üg" 30' ist. Ein mäßiges Fernrohr von zwanzigmah-liger Vergrößerung z. B. löst diese Stelle/ die dem freyen Augebloß als eine Helle Wolke erscheint, ganz in einen Haufen vonnahe an einander stehenden Sternen auf. In dem Schwertgriffedes Perseus (^H—2^ 0', polck—33° 41') ist eine ähnliche Samm-lung von dicht gedrängten Sternen, deren Erkennung aber schonein etwas besseres ^Fernrohr erfordert.
(Eigentliche Sternhaufen) Aber so auffallend diese Versamm-lungen so vieler Sterne in einem wenigstens scheinbar nur kleinenRaume erscheinen mögen, so verschwinden sie doch ganz gegen jenewunderbaren Gruppen von Sonnen, die unter der Benennungvon Sternhaufen (Olustors ob8lars) bekannt sind, besonderswenn sie durch lichtstarke Fernröhre mit bedeutenden Vergröße-rungen betrachtet werden. Sie sind meistens sehr regelmäßige,kugelförmige lichte Massen, die sich durch jene Fernröhre in Tau-sende von kleinen Fixsternen auflösen, deren Dichte gegen denMittelpunct dieser Massen gleichförmig zunimmt. Diese Stern-haufen sind ohne Zweifel die schönsten und prachtvollsten Gegen-stände des Himmels: Welten von unzähligen, sich um einander