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Die Doppelsterne
Entstehung
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Bilder von demselben Gegenstände entstehen, hervorgebracht wordensind. Eine ähnliche Illusion des Fernrohres liegt auch vielleichtdem räthselhaften Monde der Venus zu Grunde, den mehrereAstronomen, Fontana im Jahre 1645, Horrebow in Co-penhagen, D. Cassini zweymahl, und Montaigne sogarviermahl gesehen haben wollen, den aber spätere Nachsuchungenanderer Beobachter nicht mehr finden konnten, wie man ihn dennauch bey de» zwey Durchgängen der Venus vor der Sonne inden Jahren 1761 und 1769 nicht gesehen hat, wo er doch derAufmerksamkeit der Astronomen nicht leicht hätte entgehen kön-nen *). Bey den Doppelsternen aber kann die Meinung, daßauch nur einige wenige ihren Grund in jener Spiegelung der Fern-rohre haben sollen, nicht zugelassen werden, da sonst die Über-einstimmung der verschiedenen Beobachter nicht erklärt werdenkönnte, und da selbst bey einem und demselben Beobachter dieauf einander folgenden Messungen der Positionswinkel jene Täu-schung sogleich entdecken würde.

(Zi'nd diese Farben ein Leichen der Mnrcchme der Kkcrne?) Aragohat die Vermuthung ausgestellt, daß diese blauen oder grünenFarben der Sternsatelliten ein Zeichen ihres herannahenden Ver-löschens seyn können. Wenn wir sie, statt seit 50 Jahren, seit

') Der berühmte Lambert in Berlin hat ans den oben erwähntenBeobachtungen dieses Mondes der Venus seine Elemente und Ta-feln abgeleitet, und einer althergebrachten Sitte gemäß, wollteman diesem Satelliten den Nahmen des Königs von Preußenbeylegen, so wie früher Galilei die von ihm entdeckten Traban-ten Jupiters die medipeischen Gestirne genannt hatte. Fried-rich 11. wollte diese für seine Zeit bereits etwas aus der Modegekommene Ehre seinem Lieblinge, dem berühmten Mathematikerd'Al em b ert abtreten, allein auch dieser weigerte sich, die ihmzugedachte Auszeichnung anzunehmcn, und schrieb deßhalb demKönige zurück: 1s ns suis ui asser grauci pour lleveuir au ciel1e Satellit« cle Venus, ui asserjouu, pour I'etre sur la terre,et je me treuve tro^> l>ieu elu peu rle place, gue je tieus cle eedas inoucle, pour en amditivuuer uns au lirmameut.

Die Doppelsterne. 8