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Die Doppelsterne
Entstehung
Seite
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den Doppelsterne grün oder blau erschien, wenn er nicht sehrnahe bey einem größeren rothen oder gelben Stern stand, wodann jene Färbung des kleineren Sternes aus den complementärenFarben erklärt werden könne. Ihm erscheinen alle Sterne weiß,deren Farbe sich nicht gegen gelb oder roth neigt, vorausgesetzt,daß keine Lampe oder irgend ein anderes brennendes Licht in derNähe ist. Nach ihm sind alle Farben der Sterne aus dem un-teren Ende des Spectrums genommen, wo das rothe und gelb-liche Licht seinen Sitz hat, und durchaus keine aus dem oberenEnde, wo grün und blau vorherrscht. Da nun aber andere Be-obachter diese grüne oder blaue Farbe der Sternsatelliten unstrei-tig und so oft gesehen haben, so glaubt er den Grund davon inder grünlichen Farbe des Crownglases zu finden, die man so oftbesonders bey den Fraunhoferschen Fernrohren antrifft. Allein dieneueren oder die letzten Fernrohre dieses großen Künstlers, wozuauch der große Refractor Struve's in Dorpat gehört, der dieseblaue uud grüne Farbe so oft gesehen hat, sind gänzlich ohne allegrüne Färbung ihrer Objectivgläser. Ubcrdieß könnte die Ursache,warum Herschel diese beyden Farben nicht sieht, eben so wahr-scheinlich in seinem Fernrohre liegen, das bekanntlich ein Re-slector, oder ein Fernrohr mit einem Metallspiegel, statt demObjectivglase, versehen ist. Zu diesen Spiegeln wird, damit sie ,eine hohe Politur annehmen, bedeutend viel Kupfer gemischt,und dieses Metall könnte allerdings den rothen und gelben Strah-len ein Übergewicht geben, und dadurch die blauen und grünenweniger bemerkbar machen. In der That sieht man durch dieseReflectoren den Mond z. B. immer in einem gelblich oder gelb-röthlichen Lichte, während er in unseren besseren Refractoren,wenn nicht ganz weiß, doch wenigstens viel weißer, als dort,erscheint.

(Kind nicht manche Doxxelstcme blosse optische Täuschungen?)Bey dieser Gelegenheit stellte derselbe große Beobachter auch dieFrage auf, ob nicht vielleicht mehrere der bisher aufgefundenenDoppelsterne selbst ganz und gar eine bloße optische Täuschung seynmögen, die bloß durch die Spiegelung des Glases, wodurch zwei)