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Zweiter Band (1833) F bis L
Entstehung
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Lundblad

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nicht, daß ihre Bestrebungen den Argwohn der Regierung erweckt hatten, und sieverbargen unter Handlungen der Wohlthätigkeit den eigentlichen Bundeszweck.,Wiedererweckung der Volkstümlichkeit in allen Theilen Polens, der nur dm Ge-weihten bekannt war. Von Warschau verbreitete sich der Bund über das ganzeehemalige Polen und fast unter allen Regimentern im Königreiche selbst hatte erAnHanger. L. wollte schon 1821 mit seinen Planen hervortreten, sobald Per-moloff, der auf Alexanders Befehl ein Heer nach Italien führen sollte, auf demMarsche nach Deutschland sein würde. Das Verbot der Freimaurerei im ganzmrussüchen Reiche und in Polen führte die Auflösung des Bundes in der altenGestalt herbei. Die eifrigem Mitglieder blieben vereinigt und gaben sich eine festereGestalt. Im Mai 1821 versammelten sich viele Haupter des Bundes aus allenTheilen Polens zu Warschau, und Uminski, der 1820 eine geheime Verbin-dung in Posen gegründet hatte, bewirkte die Stiftung eines leitenden Ausschussesin Warschau, an dessen Spitze L. kam. Bei der Verschließung der Freimaurer-logen war die Polizei indeß der nationalen Maurerei auf die Spur gekommen,und als der Großfürst Konstantin 1822 durch die Unvorsichtigkeit des alten Offi-ziers Karki das Dasein des Bundes erfahren hatte, wurde L., der sich bereits dieUngnade desselben zugezogen hatte, mit Andern verhaftet. Er wurde zuerst in dasStaatsgefangniß im Carmeliterkloster zu Warschau gebracht, wo er über zweiJahre blieb, und endlich 1824 einer Militaircommission unter dem Vorsitz des Kriegs-ministers Hauke übergeben, die ihn zu neunjähriger und zwei andere Mitglieder desBundes zu sechsjähriger Festungsardeitverurtheilte. Sie wurden ihrer Ofsizierwürdein Gegenwart der russischen und polnischen Besatzung entsetzt und auf Karren gebun-den nach der Festung Zamosc gebracht. Als er ein Jahr dort gefangen gewesen war,faßte er in der Hoffnung, daß Polen zum Aufstande bereit wäre, den kühnen Entschluß,sich der Festung zu bemächtigen; aber sein Plan wurde durch die unbedachtsame Leb-haftigkeit eines der jungen Leute entdeckt, welchen er seinen Anschlag mitgetheilt hatte.L. wurde zum Tode verurtheilt. Der Großfürst, der schon lange eingesehen hatte, daßdurch die frühere Untersuchung von dem Zwecke und den Verzweigungen des Bundesnur wenig bekannt geworden war, ließ nach dem Vorfall in Zamosc eine neue Untersu-chung gegen L. eröffnen und verwandelte die Todesstrafe in ewiges Gefängniß. L.wurde, erzählt Straszewicz, jede Woche an einem bestimmten Tage in Gegenwarteines Militairauditeurs geknutet, um ihm Geständnisse abzunöthigen, und derSchmerz preßte ihm Aussagen ab. Die Entdeckung der russischen Patriotengesell-schaft nach Alexanders Tode zog die Verhaftung aller Polen nach sich, die mit je-ner in Verbindung gewesen waren. Es ward eine aus Russen und Polen zusam-mengesetzte Untersuchungscommisst'on unter den Grafen Stanislaus Zamoiski er-nannt, und auch L. wurde vorgeführt, seine Aussagen zu bestätigen. Er entblößteseinen geschlagenen Leib.Hier sehen Sie meinen Körper", sprach er,und nunurtheilen Sie, ob Aussagen Gewicht haben können, die mir durch Knutenhiebe ab-gepreßt wurden." Die übrigen Angeklagten wurden freigesprochen, von L. aberhörte man seit jenem Verhöre nichts mehr. Als man nach der Revolution alleEingekerkerten befreite, suchte man ihn vergebens und die Sterbelisten von War-schau und Zamosc wurden durchforscht, ohne eine Spur von ihm zu finden. Ei-nige Zeit nachher erzählten Polen und russische Gefangene, Konstantins Garde habebei ihrem Abzüge jenseit des Bug einen in Lumpen gehüllten, abgemagerten, anHänden und Füßen gefesselten Mann, auf eine Lassette festgebunden, mit sich ge-führt. Es war L., den Konstantin aus Warschau mit sich genommen hatte.

Lundblad (Johan Fredrik af), geboren am 8. April 1791 zu Lund, istder Sohn des berühmten Johan Lundblad, dessen in klassischem Latein g.schriebeneOpei-a omnia" der Sohn 1821 zu Hamburg herausgab. Nachdem er 1811 zuLand in der philosophischen Facultät promovirt hatte, trat er in die königliche Kanz-

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