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Zweiter Band (1833) F bis L
Entstehung
Seite
316
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schen Gründen erlassen, kann viel dazu beitragen, die Erziehung und den Unter:richt nationaler zu machen. Zuletzt erwähnen wir, daß die alte Wiege der Wis:senschaft, Griechenland, seit der Befreiung von der langen Unterdrückung diesicherste Kräftigung und die wahrste Wiederherstellung in einer besser erzogenenund unterrichteten Jugend sucht. Nach dem Bericht von Mustoxydes und Kokkoniin der Zeitschrift von Agina x«! n/-

(März 1831), wurden außer der Menge der Knaben, welche Privat:lehrer hatten, in den neu errichteten Schulen an 10,000 Schüler in Sprachen undWissenschaft unterrichtet. (61)

H.

adeneck (Anton Franz), Kapellmeister der ^cuäemie ro^ale cke musi-hue und Generalinspector der Studien des Conservatoriums zu Paris, wurde1781 zu Mezieres geboren. Sein Vater, Adam H., aus der Gegend vonManheim gebürtig, ging in früher Jugend nach Frankreich, um als Musikerin französische Kriegsdienste zu treten, da vor der Revolution bei der Militair-musi'k nur deutsche Künstler angestellt wurden. Ehe er aber seinen Entschlußausführte, ging er nach Paris, wo zu jener Zeit Stamitz, Fränzel und an-dere berühmte Künstler sich aufhielten, durch deren Unterricht er es zu großerVollkommenheit auf seinem Instrumente, der Violine, brachte. Nachdem erals Fagottist Dienste genommen hatte, verheirathete er sich und wurde späterder Lehrer seiner drei Söhne. Anton Franz, der älteste, spielte schon inseinem zehnten Jahre in öffentlichen Concerten die Violine. Er mußte, dasein Vater ohne Vermögen war, bis zu seinem achtzehnten Jahre in derProvinz bleiben. In Brest, wo er zu jener Zeit mit seinen Altern lebte,soll er mehre Violinconcerte und drei Opern componi-rt haben, ohne noch dieRegeln des Satzes zu kennen. Die Musikliebhaber baten seinen Vater, ihn nachParis zu schicken, und der Ertrag eines', zu seinem Vortheil veranstalteten Con-certs deckte die' Reisekosten. H. kam im Der. 1801 in der Hauptstadt an, undtrat bald nachher in das Conservatorium, wo er unter der Leitung des treffli-chen Violinspielers Baillot so schnelle Fortschritte machte, daß er 1804 den er-sten Preis in jener Anstalt erhielt. Seine große Leichtigkeit vom Blatte weg zuspielen war berühmt, und so oft ein Künstler etwas für die Violine componirthatte, wurde H. aufgesucht, der es vom Blatte lesen mußte. Lange ohne An-stellung, wollte der junge Künstler sich anwerben lassen und nur Baillot gelanges, ihn von diesem Vorsatz abzulenken. Die Kaiserin Josephine, die seinSpiel in einem öffentlichen Concerte gehört hatte, gab ihm ein Jahrgeld von 1200Francs, als er ungeachtet ihrer Verwendung in der kaiserlichen Kapelle nicht ange-stellt werden konnte, weil alle Stellen besetzt waren. Endlich ward er an demTheater der komischen Oper angestellt und bald nachher bei der großen Oper, woer mehre Jahre Violinist war. Er ließ sich oft in Concerten hören und sein Rufstieg. Er war der Erste, der in Paris Beethoven'S Quartette spielte, die selbstBaillot, Mehul und andere Künstler nicht kannten. Nach der Rückkehr der Bour-bonS kam H. in die neu eingerichtete königliche Kapelle und wurde 1816 RudolfKreutzer, dem ersten Solospieler bei der großen Oper, als Gehülfe zugegeben. Ererhielt 1818 Kreutzer's Stelle, der zweiter Kapellmeister wurde, und als dieser indie erste Stelle aufrückte, wurde H. sein Nachfolger, wahrend er zugleich ersterSolvspieler blieb, bis er 1821 zum Direktor der großen Oper ernannt wurde.