Adelet
Ilgen
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I.
^deler (Christian Ludwig), ist der Sohn eines Landpredigers zu Großen-Brest bei Perleberg, wo er am 21. Sept. 1766 geboren wurde. Er ist seit 1794mit dem Titel eines königlichen Astronomen für die Berechnung der Kalender impreußischen Staate angestellt, seit 1821 Professor an der Universität zu Berlinund seit 1826 Mitglied der Kalenderdeputation. Die berliner Akademie derWissenschaften und die asiatischen Gesellschaften zu Paris und London haben ihmdie Mitgliedschaft verliehen. Verrathen schon seine „Untersuchung über den Ur-sprung und die Bedeutung der Sternnamen" (Berlin 1809), seine „HistorischenUntersuchungen über die astronomischen Beobachtungen der Alten" (Leipzig 1806),und mehre seiner vor der Akademie zu Berlin gehaltenen Vorlesungen, z. B.„Über den Kalender des Ptolemaus", „Über die Wegemaße der Alten", „Überdas Atter der Runcnkalender", den gründlichen Forscher, so ist das „Handbuchder mathematischen und technischen Chronologie" (2 Bde., Berlin 1825—26)eine Bereicherung der Wissenschaft, das erste umfassende Werk, das dem Ge-schichtsforscher, wie dem Astronomen, eine klare Übersicht der Zeitrechnung altererund neuerer Völker gewahrt, auf wissenschaftliche Grundlage gebaut, und reich aneigcnthümlichen Untersuchungen. Ein Auszug aus diesem Werke ist das „Lehrbuchder Chronologie" (Berlin 188 l).
Ilgen (Karl David), ehemaliger Rector der preußischen LandesschulePforte, ward im Marz 1768 zu Burgholzhausen im preußischen HerzogthumeSachsen geboren, studirte auf der Stadtschule zu Naumburg und dann auf derUniversität Leipzig Theologie und Philologie, wo er einer von Bcck's ersten Zuhö-rern war. Seine ausgezeichneten Kenntnisse in der klassischen und orientalischenPhilologie verschafften ihm 1790 den Ruf zum Rector der Stadtschule in Naum-burg, von wo er 1794 einem Rufe nach Jena als ordentlicher Professor der orien-talischen Sprachen und außerordentlicher Professor der Theologie folgte. Nach ei-nem mehrjährigen Aufenthalte, der ihn durch den vertrauten Umgang mit Fichte,Niethammer, Hegel, Schütz, Paulus und besonders mit Wilhelm von Hum-boldtsehrwerth geworden war und zugleich mehrfache Gelegenheit dargeboten halte,sich durch gelehrte Arbeiten auszuzeichnen, nahm er 1802 die Stelle eines Rectorsin Pforte an. Hier trat I. als strenger Reformator der damals verfallenen Schul-zucht auf und hat in dieser Beziehung viel geleistet. Wahrend seiner ganzen Amts-führung bewahrte er sich als ein ernster Freund der alten Zucht, ohne jedoch als einFeind und Störer jugendlicher Freuden zu erscheinen. Darum ist sein Andenken auch>n Ehren bei den Vielen geblieben, die unter seiner Leitung erzogen und seinen über-aus gründlichen Unterricht im Lateinischen und Hebräischen genossen haben. Seit18^/ ward seine ungewöhnlich kräftige Natur von mancherlei Leiden und Krank-heiten heimgesucht, sodaß er sich veranlaßt sah, 1820 um seine Entlassung nachzu-suchen, die ihm auch auf eine höchst ehrenvolle Weise bewilligt ward. Im MärzW1 verließ er Pforte und lebt seitdem in Berlin. I. machte sich als Schriftstel-^ zuerst durch die Abhandlung: „(Amrns Llrsecurum tragsicus czuulis lusrii, etguäre ejus usus üockie revocuri ueyueut" (Leipzig 1788), bekannt. Diese mit"b k" ""dern Abhandlungen ist in seinen „Opusculis" (2 Bde., Erfurt 1797)"gedruckt, unter denen sich namentlich die Untersuchungen über die Skolim dernechen auszeichnen. Aber sein philologisches Hauptwerk ist die Ausgabe derde A"' (Halle 1796), sowie auch seine letzte Schrift, die Bearbeitung
^T^ilianischen ,,(!ops" (Halle 1821), seine tiefe und ausgebreitete Gelchrsam-eurkundet, die hier und da nur die Rücksicht auf die Fortschritte der neuern"v^ex. der neuesten Zeit und Literatur. II. 33