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Zweiter Band (1833) F bis L
Entstehung
Seite
927
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Londoner Conferenz 927

vom 20. Jan. für holländisch erklärt hat, als eine Erneuerung des Kampfes an-sehen und demselben ein Ziel setzen. »

Weil, dessenungeachtet die herrschende Partei in Belgien bei ihrem Pro-lestiren hartnäckig verharrte, so erhielt Lord Ponsonby von der londoner Con-ferenz am 5. Jun. ein Memorandum, in welchem die Conferenz erklärte, durch die^ ' Protokolle alle Bewilligungen erschöpft zu haben, die sie Belgien machen könne^ und wolle. Dieses habe sich nur zu unterwerfen. Weder Prinz Leopold, noch ir-' ^ qend ein anderer Prinz werde die belgische Krone annehmen, wenn Belgien nichtzuvor die Protokolle angenommen und vollzogen habe. Der 1. Zun., den die Con-seren; als letzten Termin der belgischen Regierung zur Annahme des 11. und 1?.^ Protokolls festgesetzt hatte, war ohne Resultat verstrichen. Sie berichtete daher denBevollmächtigten des Königs der Niederlande, durch eine Note vom 7. Jun.:daß,'/Miii,! den am vorigen Tage von Brüssel empfangenen Nachrichten zu Folge, die Belgiersjch nictst durch Annahme der Grundlagen der Trennung in diejenige Stellung ge-W gen die fünf Mächte gebracht hätten, in welcher sich der König der Niederlande, derdiesen Grundlagen vollständig beigetreten sei, gegen sie befände; daß Lord Pon-sonby definitiv zurückberufen worden sei; und daß der General Belliard von der"«chtzz Regierung Sr. Majestät des Königs der Franzosen Befehl erhalten habe, Brüsselzu verlassen, sobald Lord Ponsonby von dort abreisen würde". Unterdessen hatteMmchr sich in Belgien eine Partei für den Krieg erhoben. Sie fürchtete weder Rußland,Wicht- das mit den Polen kämpfte, noch Preußen und Ostreich, wo die Cholera wüthete,PchM noch Frankreich, das mit Belgien sympathisiere. Die belgischen Commissaire, De-MÄüi»! raup und Nothomb, welche in London dem Prinzen Leopold die belgische KroneWHil- anboten, drangen daher auf die unbedingte Annahme derselben. Nunmehr ließ dieConferenz, wahrscheinlich durch die Ereignisse in Polen beunruhigt und durch dieVorstellungen des Fürsten Talleyrand gedrängt, die Weigerung der Belgier, dieWM- ! angeordneten Grundlagen anzunehmen, zu und beschäftigte sich mit einer neuenMckitÄ Ausgleichung, die der ersten entgegen und dem Belgiern günstiger war. So ent-WjW standen die verhängnißvollen 18 Artikel des 26. Protokolls (ohne Da-Mqis tum, wahrscheinlich vom 26. Jun.), welches zwar nochmals die Abgrenzung Hol-lands und Belgiens, wie sie 1790 gewesen war, als Grundlage eines Friedens-MA tractats, jedoch mit Vorbehalt einer billigen Austauschung der abgerissenen gegen-Mdit seitigen Gebietsantheile, aussprach; indeß wollten die fünf Mächte sich dahin ver-gW« wenden, daß der Statu» czuo im Großhcrzogthum Luxemburg wahrend der Dauer der Separatunterhandlung zwischen dem Souverain Belgiens und dem König derNiederlande beibehalten werde, die Festung Luxemburg aber solle in der freien Ver-dindung mit Deutschland auch künftig bleiben u. s. w. Die 18 Artikel dieser Prä-lilninarbestimmungen wurden endlich von dem belgischen Congresse, ungeachtet 39Deputirte eine Proteftation dagegen eingelegt hatten, am 9. Jul. von 126 Stim-W.. men gegen 70 angenommen. (Vergl. den Art. Leopold.)*) Dagegen verwarf^ der König der Niederlande die 18 Artikel, und der niederländische Minister der aus-Mutigen Angelegenheiten bewies der londoner Conferenz in seiner Note vom 12.Jul., daß die 18 Artikel dem Anhange zum 12. Protokolle und dem 11. Proto-' kolle, welche die Conferenz als unveränderliche Grundlage der Unterhandlun-M aufgestellt und denen der König der Niederlande seine Zustimmung (durch dasProtokoll vom 18. Febr.) gegeben habe, widersprächen, indem alle in dem 26.»W.F Protokolle von der Conferenz vorgeschlagene Veränderungen in jener (durch die>5'^ Protokolle 11 vom 20. Jan. und 12 vom 27. Jan., sowie in dem Anhange ^Zum 1?. Protokolle festgesetzten) Tremmngsgrundlage jetzt zu Gunsten Belgiens

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^ ^ *) Die Verhandlungen über die 13 Artikel sind im Ausmge mitgctheilt imPoli-tischen Journal", 18S1, S. S>5fg.