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Zweiter Band (1833) F bis L
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Loebell

Löben

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und den dazu gehörigen Anhangen niedergelegt worden, als ein reicher Schatz fürjüngere und altere Philologen, Nachdem L. in mehren Programmen die griechi-schen Mysterien zum Gegenstande seiner Forschungen gemacht hatte, erörterte er die-sen Gegenstand mit erschöpfender Ausführlichkeit in seinem,,^glsoptwmu3 seu <ietkeolliAiAe m^sticse tZrsecorum cnusis"(2 Bde., Königsberg 1829) und behandeltezugleich die Fragmente der Orphiker. Dieses Buch ist in seiner Art ebenso ausge-zeichnet als die Ausgabe des Phrynichus. L. tritt darin entschieden gegen dieAnsichten Creuzer's urd seine AnHanger auf, verficht das einfachere System undwiderlegt die Symbolistrungen undHerbeiziehungen asiatischer und anderer morgen^landischer Mythen. Sein Ton darin ist scharf und abweisend, hier und da thut erwol einigen Archäologen Unrecht, wie den Untersuchungen Böttiger's, der sich des-halb zu einer besondern Erklärung veranlaßt fand. Auch sonst gab der^glnopks-nvis" zu gelehrten Diskussionen, wie von Ottfried Müller und G. Bernhard» An-laß, und ist daher für die Wissenschaft sehr wichtig geworden. Für den Anbau derhöhern Philologie in Ost' und Westpreußen hat L. sehr einflußreich gewirkt undtüchtige Schüler gebildet. (48)

Loebell (Johann Wilhelm), geboren zu Berlin am 15. Sept. 1786,ging, durch Familienverhältnisse zurückgehalten, erst spät zu den wissenschaftlichenStudien über, denen er anfangs zu Heidelberg, dann, als 1810 in seiner Vater-stadt die Universität errichtet ward, zu Berlin oblag. Vornehmlich der Philologieunter Wolf und Böckh mit Eifer sich widmend, bestimmte er sich für das Lehrfach,lebte aber, nachdem er die Universität verlassen, noch eine Reihe von Jahren zuBreslau, ohne in den öffentlichen Dienst zu treten. Erst spater ward er Lehrer derGeschichte an der dortigen Kriegsschule. Der Geschichte, die ihn schon in früherJugend angezogen hatte, widmete er seitdem seine Studien und Kräfte. Er kam1823 in seine Vaterstadt zurück, wo er an der Cadettenanstalt als Lehrer der Ge-schichte in den obern Classen eine feste Anstellung, spater eine Professur erhielt.Die Erfolge seiner Wirksamkeit an dieser Anstalt^ da er seine Zöglinge durch anre-gende Behandlung des Stoffes in das Innere des Geschichte einzuführen wußte,blieben nicht unbemerkt, und er wurde 1829 als außerordentlicher Professor inBonn angestellt, wo er zwei Jahre nachher zum ordentlichen Professor befördertward. In der Literatur hat sich L. besonders durch eine neue Bearbeitung der Vecker'-schenWeltgeschichte" bemerklich gemacht und diesem mit Recht beliebten und ver-breiteten Werke, das aber in seinen von Becker und Weltmann bearbeiteten Theilennicht bloß mannichfacher Berichtigung und Vermehrung, sondern völliger Umschmel-zung bedurfte, in der fünften und sechsten Auflage (14 Bde. mit der Fortsetzungvon Menzel, Berlin 1828 30) durch den sorgfältigsten Fleiß seine hohe Vollen-dung gegeben.

Löben (Otto Heinrich, Graf von), einer der begabtem neuern deutschenDichter, der Sohn des sächsischen Cabinetsministers und Staatssecretairs derinnern Angelegenheiten Grafen von L., ward den 18. Aug. 1786 zu Dresdengeboren. Mit überwiegender Neigung wandte er sich bereits in sehr frühen Jahrender Poesie zu, und weder der auf elastische Vorbildung berechnete häusliche Unter-richt, noch der Aufenthalt zu Wittenberg, wo er sich seit 1804, nach dem Wunscheseines in demselben Jahre verstorbenen Vaters, für den Staatsdienst vorbereitensollte, vermochten ihn einer Beschäftigung zu entziehen, für die er den Beruf insich erkannt zu haben glaubte und welche die Freude seines Lebens zu machen be-stimmt war. Seine während des Aufenthalts zu Wittenberg entstandenen poeti-schen Versuche (deren die altereAbendzeitung" 1805 und 1806 mirgecheilt hat)zeigen bereits von einem sich entfaltenden achtbaren Talente, aber es mangelt ihnendie bestimmtere Richtung, die später seiner schriftstellerischen Thätigkeit jenes ent-schiedene Gepräge gab, das den liebenswürdigen Dichter manchem gerechten Tadel,

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