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actionspartei im südlichen Frankreich, namentlich mit der Sache des Generals
Mouton-Duvemet, der in Lyon verurtheilt und erschossen ward, in Verbindunggewesen sind. Die französische Regierung setzte seinem Gesuche nur einen äugen- j-
blicklichen, wie man sagte durch Rücksichten der Klugheit gebotenen Aufschub ent- '
gegen und bat ihn, zu warten; die feindselige Stellung, die seitdem zwischen Frank-reich und den Niederlanden eingetreten ist, hat eine neue Verzögerung herbeige-führt. Die offene Begünstigung, welche die niederländische Regierung dem „Na-twnal" und dem Hauptredacteur desselben angedeihen ließ, hat manchen Tadel er-fahren, und nach einer in Holland ziemlich allgemein verbreiteten Ansicht gehört eszu den vielen Misgrissen der Regierung, daß sie sich absolutistischer Werkzeuge be-dient hat, welche der wahrhaft liberale Geist, der die Mehrheit der Hollander be-seelt, zurückstößt, ein Geist, dessen Verbreitung unter den Belgiern die Schöpfungdes Königreichs der Niederlande allein hatte befestigen können. (74)
Lieber (Franz), geboren zu Berlin am 18. März 1799, beschäftigtesich schon als Schulknabe viel mit Botanik, und ließ sich durch Linne's Vorbildbegeistern, daß er am besten als Gärtner erreichen zu können glaubte. In seinemvierzehnten Jahre wurde er Lehrling am königlichen botanischen Garten bei Berlin;aber bald überzeugte er sich, daß dies in keiner Hinsicht seine Sphäre sei, und schonnach einem Jahre verließ er den botanischen Garten, um in Berlin Medicin zu stu-diren. Er hatte hier ein Jahr damit zugebracht, als Napoleon von Elba zurück-kehrte. Es fand damals ein großer Mangel an Chirurgen im preußischen Heerestatt, und fast alle Schüler der Lehranstalt in Berlin, wie lung und unerfahren sieauch sein mochten, erhielten Anstellungen in Lazarethen und bei dem Heere. AuchL., obgleich seine Studien sich bis jetzt nur auf den gesunden Körper erstreckt hat-ten, sollte als Cvmpagniechirurgus eintreten, was ebenso sehr seinem Gewissen alsseinem Wunsche, thätig am Kampfe Theil zu nehmen, widersprach. Er trat, ob-gleich erst 16 Jahre alt, mit einem seiner Brüder im Frühjahr 18! 5 unter die frei-willigen Jäger des Regiments Kolberg. Vier Brüder seiner Familie fochten undbluteten in den Campagnen von 1813, 1814 und 1815. L. focht in denSchlachten von Ligny und Waterloo, und wurde am 20. Jun. beim Sturm vonNamur schwer verwundet. Zwei und einen halben Tag lag er hülstos und ver-lassen auf dem Schlachtfelde, während das von der Sonnenhitze getrocknete Blutglücklich die Stelle des Verbandes vertrat. Nur einem Zufalle verdankte er es,daß er nicht lebendig begraben wurde, da ihn die Bauern schon zu einer Grube, > .
dem gemeinschaftlichen Grabe vieler Kameraden, geschleppt und vorher ausgeplün-dert hatten. Im Lazarerh von Lüttich, wo er tausendfache Gelegenheit hatte, sich ^
glücklich zu preisen, daß er nicht, wie es für ihn bestimmt gewesen war, die Zahfun- ^
geschickter Unterärzte noch um Einen vermehrt hatte, genas er wenigstens soweit,daß er wieder zur Armee abgehen konnte, und 1816 kehrte er nach seiner Vater-stadt zurück, wo er bald ein eifriger Schüler Jahn's wurde, während er sich mit tz^^rlin,großem Eifer von Neuem für die Universität vorbereitete. Er ward 1819 mitJahn und andern sogenannten Demagogen arretirt und nach viermonatlicher Ge- - ' ^r>iuf^fangenschaft ohne Proceß entlassen, konnte aber keine Erklärung der Unschuld er- ^halten, vielmehr erging der Befehl an alle preußische Universitäten, ihn nicht zu im- sSh ^ ^matriculiren, obgleich er durch die gehörige Prüfung seine Fähigkeit für die Univer- , M ^sitätsstudien genügend dargethan hatte. Genöthigt PreuHen zu verlassen, versuchte ) ^ ^er vergebens auf den meisten Universitäten Nord- und Süddeutschlands zugelassen ^
zu werden, und ging zuletzt von Tübingen nach Jena, wo er, um sich vielleicht durch ^ ^das akademische Bürgerrecht einigermaßen zu schützen, sogleich promovirte. Es wardihm 1820 erlaubt in Hatte zu studiren, jedoch mit dem Bescheide, daß er weder als ^
Lehrer noch als Theolog je auf eine Anstellung rechnen dürfe. Obgleich er hier ^
ganzlich den Wissenschaften und sehr zurückgezogen lebte, dauerten die polizeilichen ^