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Zweiter Band (1833) F bis L
Entstehung
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864
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864 Leopold (König der Belgier) di ^

durch, welche den Prinzen L. natural,'sirte. Er erhielt den Titel eines Herzogs von ^>^,.'1Kendal, den Rang vor allen britischen Herzogen und Großbeamten, unmittelbarnach den Prinzen des königlichen Hauses, die Würde eines britischen Feldmar- >

schalls, den Orden des blauen Hosenbandes, das Großkreuz des Bath Ordens undvom Parlamente ein Jahrgeld von 60,000 Pfund Sterlings wovon 10,000 Pfo.zu Nadelgeldern für seine Gemahlin bestimmt waren. Zur Aussteuer und häus-lichen Einrichtung wurden für das erste Jahr überdies noch 00,000 Pfund Sterl. ^ 5^bewilligt. In London sollte das hohe Paar im Winter zu Eamelford-House,im Sommer aber aus dem für 69,000 Pfund Sterl. erkauften Landsitze Cläre- ^mont wohnen. Die Vermählung wurde am 2. Mai 1816 vollzogen. Prinz L.gewann die allgemeine Achtung noch mehr durch Ablehnung der Pairswürde, wo- ^«Wijilbei er erklarte, sich nie in die politischen Angelegenheiten von Großbritannienmischen zu wollen. Auch nahm er den Titel eines Herzogs von Kendal nicht ^an. Diese glückliche Ehe wurde durch den Tod der Prinzessin Charlotte am6. Nov. 1817 gelöst. Prinz L. lebte seitdem abwechselnd zu London und Cla-remont, mit wissenschaftlichen Studien, Kunst und Landbau beschäftigt, undmachte verschiedene Reisen nach dem Festlande; , er bezog fortwährend einejährliche Rente von 50,000 Pfund Sterling, und man schätzte sein Vermögenüberhaupt auf 5 Millionen Thaler. Als die griechischen Deputirten 1824 in Lon-don anwesend waren, wurden ihm schon damals im Namen der Griechen Anträge Plivj i A Mgemacht, sich an die Spitze ihrer Regierung zu stellen; allein die griechische Sache G diWnTuwar eine europäische Angelegenheit. Erst 1830, als die drei durch den londoner «tWAWVertrag vom 6. Jul. 1827 zur Pacisication Griechenlands verbundenen Groß- WchUtt Wmächte, Rußland, Großbritannien und Frankreich, dem im Frieden zu Adrianopel 'chWmN«von der Pforte anerkannten griechischen Staate eine feste Basis zu geben beschlos- insmckrhkWsen hatten, trugen die Bevollmächtigten derselben, Montmorencp-Laval, Aberdeenund Lieven, mittels einer Collectivnote vom 3. Febr. 1830 dem Prinzen L. imNamen der drei Großmächte die erbliche Souverainctät von Griechenland mitdem Titel eines souverainen Fürsten von Griechenland an. Der Herzog von Wel-lington hatte die zwischen mehren Candidaten schwankende Wahl der Höfe auf denPrinzen L. zu lenken gewußt. In seiner Antwort auf jene Note, Claremout den11. Febrl, nahm der Prinz die Souverainetät an, versuchte jedoch Bedingungenwegen Samos und Kandia sowie wegen einer neuen mehr Schutz gewährendenGrenzbestimmung auf dem griechischen Continente zu stellen. In dieser Ansichtbestärkten ihn nicht nur eine Denkschrift des Generals Church über die GrenzenGriechenlands, sondern auch die Briefe, welche er von dem Präsidenten Kapo-distrias (s. d.) über die innere und äußere Lage Griechenlands erhielt. Unter-dessen hatten die drei Mächte in den Protokollen vom 4. und vom 20. Febr. 1830zwar die Garantie des neuen Staats und die einer Anleihe für denselben übernom-men, allein Kandia und Samos der Pforte zugesprochen, auch eine Abänderungder Demarkationslinie der nördlichen Grenzen Griechenlands für unstatthaft erklärt.

Nun hatte zwar der griechische Senat den Beschluß der Großmächte über L.'sWahl am 16. April 1830 förmlich angenommen; allein die Parteiung unter denGriechen selbst und die Protestation des Senats gegen die übrigen Bestimmungender Protokolle vom 4. und 20. Febr. machten auf den Prinzen, der überdies zurAnnahmc der griechischen Religion, wie man in Griechenland wünschen mochte,nicht geneigt war, einen so peinlichen Eindruck, daß er schon in einem Schreibenan die Bevollmächtigten der drei verbündeten Höfe, Marlborough-House den15. Mai 1830, zu erkennen gab, daß die Berichte aus Griechenland ihn zur Ent-sagung auf die angetragene Souverainetät bestimmen müßten, wenn die erwarte-ten Aktenstücke seine Besorgnisse bestätigten. Dies war der Fall; daher ent-wickelte er in seinem Abdicationsschreiben, London den 21. Mai 1830, die Gründe

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