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nun die versprochene Anstellung in Upsala. Schon vor seiner Abreise hatte L. beider Geburt des Kronprinzen 1778 eine Ode drucken lassen, die spater Thorild fürdas beste Erzeugnis der schwedischen Poesie erklärte, Kellgrenaber, der damals alsder geachtetste Kunstrichter herrschte, tief herabsetzte. Diese strenge Kritik verstimmteden jungen Dichter so sehr, daß er seine Leier gegen acht Jahre ruhen ließ. Bald"ach L.'s Rückkehr wünschte Gustav UI. sein Drama „Helmfeld" in eine Oper umge-stalte hv. s-chen; man schlug ihm zu dieser Arbeit L. vor, die ihm 1786 in Stock-holm vorgestern ward und einen so günstigen Eindruck machte, daß der König ihmeine Wohnung im Schlosse anwies und ihm den Zutritt zu seinen Abendgesell-schaften verstattete. Bet^-x Errichtung der schwedischen Akademie, die in demsel-ben Jahre stattfand, ernannte 5->x König selbst 13 Mitglieder, welchen die Wahl- der übrigen überlassen wurde, und L ^ar unter den fünf erwählten. Er wurde.1787 Bibliothekar zu Drottningholm, 17«9Secretair des Königs und 1790 nachFinnland gerufen, um als Gesellschafter des Königs die Langweile des Feldlebenszu vertreiben. Schon früh hatte der König ihm einen Beweis seiner Achtung ge-geben, als er ihm aus Italien einen Lorberzweig von Virgils Grabe schickte. L.ließ 1790 sein Trauerspiel „Oden" aufführen, welches noch jetzt Vielen für dasbeste schwedische Drama gilt. Bald nachher wurde L. durch den Tod seines könig-lichen Wohlthäters schmerzlich betroffen, und dieses Ereigniß war für ihn desto un-günstiger, da die neue Regierung den meisten Gelehrten feindlich entgegentrat.Die schwedische Akademie wurde geschlossen und L., der als Mitarbeiter der Zei-tung „Lxtru lösten", in welcher die lichtscheue Regierung jakobinische Grundsatzewitterte, sehr verhaßt war, wurde wegen einer Anklage empfindlicher Art vor Ge-richt gestellt. Obgleich freigesprochen, hielt er es doch für klug, sich nach Linköpingzurückzuziehen. Mit dem Ende der vormundschaftlichen Regierung hörte auch dieVerbannung des Dichters auf. Gustav Iii. halte ihm außer seiner Freundschaftund spärlicher Geldbelohnung, keine Ämter und nur einen unbedeutenden Titel ge-geben; dea junge König aber erhob ihn 1798 zum Kanzleirath und gab ihm denNordstern, ohne ihm übrigens eine persönliche Theilnahme zu zeigen. L. schrieb imfolgenden Jahre sein zweites Trauerspiel „Virginia". Er stand nun auf der Höheseines Ruhms, und seit Kellgren's Tode war er auch ohne Nebenbuhler. Nach derRevolution von 1809 ward er in den Adelstand erhoben, aber die gleichzeitige lite-rarische Revolution drohte seinem Ansehen einen ganzlichen Sturz. Hammarsköldschrieb eine bittere Kritik über L.'s Schriften und die 1813 gegründete „Literatur-zeitung" trat der französischen Geschmacksrichtung, deren Hauptvertretcr L. war,mit entschiedener Feindseligkeit entgegen. L. selbst nahm nur durch einige anonymerschienene Epigramme an dem literarischen Streite Theil wahrend seine Freundeund Jünger für ihn und die gemeinschaftliche Sache desto heftiger kämpften. Diegegenseitige Bitterkeit der Parteien horte nach einiger Zeit auf, und bald ruhte derStreit ganz, seit man die Erfahrung gemacht hatte, daß die eine Partei die anderenicht bekehren konnte. Dies galt besonders von L. und einigen seiner eifrigsten Ver-fechter; bei den übrigen Anhängern der französischen Schule aber drangen theil-weise, ohne daß sie es selbst merkten, die Ansichten der neuen Schule durch,und allmälig wurden mehre Nichtclassiker Mitglieder der schwedischen Akademie, diejetzt bei ihren Preisaufgaben und Preisvertheilungen nach andern Grundsätzen ver-fahrt als in früherer Zeit. L. wurde 18 l5 Comthur des NordsternordenS und er-hielt 1818 den Titel eines Staatssecretairs. Diese Auszeichnungen konnten ihmaber keinen Trost für schwere häusliche Leiden geben. Er war seit 1790 mit einersehr gebildeten Frau, einer Dänin, verheirathet, deren Reizbarkeit und heftige Ge-müthsstimmung aber bei seiner eignen Leidenschaftlichkeit zu Störungen der hausli-chen Ruhe führten, und seine Lage wurde noch unglücklicher, als der Seelcnzustandfti»M Frau nach einer schweren Krankheit 1819 anfänglich in Schwermuth unh