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Zweiter Band (1833) F bis L
Entstehung
Seite
859
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Leopold

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Dort lebte er ausschließend im Dienste der Wissenschast und erfreute sich der beson-der» Gnade des Königs, der ihn schon 1814, wegen mehrer um das bairische Heerbei der Schlacht von Hanau erworbenen Verdienste, mit dem Commandeurkreuzedes Ordens der bairischen Krone belohnt hatte, L. folgte jedoch 1818 dem ehren-vollen Rufe auf den eben erst begründeten Lehrstuhl für Mineralogie und Geolo-gie an der Universität zu Heidelberg und trat so in einen Wirkungskreis, welcheihm durch erfreuliches Zusammentreffen und dauerndes Zusammentun mitmanchen Freunden aus früherer Zeit doppelt Werth wurde. Hatte er schon früherdurch das seit 1807 zu Frankfurt a. M. herausgegebene, Taschenbuch für Mine-ralogie", durch seineAllgemeine topographische Mim-"lvgie" (3 Bde., Frankfurta. M. 1805 9), durch seine mit Marz, Kopp un» Gärtner herausgegebenePro-pädeutik der Mineralogie", Frankfurt a. M. 4617), durch seineMineralogischenStudien" (Nürnberg 1812) sich als e'^n sehr fleißigen Arbeiter gezeigt, so begannjetzt eine neue Aera seiner wissenschaftlichen Thätigkeit. Von seinemHandbuch derOryktognosie" (Heidelberg 1621) erschien 182k eine neue Auflage. Erlebte 1822längere Zeit in Paris, besonders um die dortigen geognostischen Sammlungen zumBeHufe derCharakteristik der Felsarten" (3 Bde., Heidelberg 1824) zu benutzen;182k faßte er den Plan zu der jetzt erschienenen großen Arbeit:Die Basaltge-bilde" (Stuttgart 1832), und machte deshalb in diesen und den nächstfolgendenJahren mehre Wanderungen in die Rhön, das Vogelsgebirge, den Spessart, dieWetterau, auf den Westerwald, in die rheinischen, thüringischen und hessischen Ge-birge, die schwäbische Alp und das südliche Frankreich; 1829 lieferte er seine^enäs.^eoFrwsticn" und 1831 die zweite Ausgabe seinerGrundzüge der Geo-logie". Alle diese wissenschaftlichen Arbeiten (neben welchen er fortwahrend die Re-daktion derZeitschrift für Mineralogie" besorgte) zeichnen sich durch Reichhal-tigkeit ihres Inhalts aus, und beurkunden den unermüdeten Fleiß und die großeBelesenheit ihres Verfassers, welcher unbezweifelt unter allen Mineralogen diegrößte Literaturkenntniß besitzt. Seine Wirksamkeit als akademischer Lehrer ist beider bescndern Theilnahme, dere.n sich die Mineralogie in Heidelberg zu erfreuen hat,sehr umfassend, und wird durch seine reichhaltigen Sammlungen von Mineralienund Gebirgsarten bedeutend unterstützt. Bei so ausgebreiteter Thatigkeit konntees nicht an Anerkennung mancher Art fehlen. Die Gelehrten aller Lander tratenmit L. in Verkehr, und auch Göthe unterhielt seit 25 Jahren einen fast unun-terbrochenen Briefwechsel mit ihm. Der König von Schweden ertheilte ihm1819 den Nordsternorden, die Universität Halle schon früher die philosophischeDoctorwürde und die meisten wissenschaftlichen Vereine ernannten ihn zu ihremMitglieds. (19)

Leopold (Karl Gustav af), schwedische? Dichter, geboren 1756 zu Stock-holm, kam als Kind nach Norrköping, wo sein Vater beim Zollamt angestelltwurde und seine Talente durch einen dort angesiedelten Franzosen ihre erste Ent-wicklung erhielten. Spater in der Schule zu Söderköping gebildet, hielt er schonin seinem vierzehnten Jahre am Geburtstage deS Königs eine öffentliche Rede aufdem Rathhause zu Norrköping. Die Universität Upsala, die er 1773 besuchte,mußte er bald wegen seiner dürstigen Umstände wieder verlassen und kehrte nachNorrköping zurück, wo er mit dem gelehrten und reichen Professor Liden bekanntwurde, der ihn zum Aufseher der bedeutenden Büchersammlung bestimmte, die erder Universitär Upsala geschenkt hatte. Eine Bedingung der Anstellung aber war dieErlangung der Doctorwürde der Philosophie, die L. 1781 in Greifswald erwarb, woer zugleich als Lehrer der Literaturgeschichte auftrat. Im nächsten Jahre ward erals Bibliothekar der Rathsbibliothek zu Stralsund angestellt, die er ordnete, wäh-rend er zugleich dem Professor Möller bei der Bearbeitung seines Schwedisch-deut-schm Wörterbuches half. Erst 1784 kehrte L. nach Schweden zurück und erhielt

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