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zewski Leitung, dem er mehr als ein Mal in seinen Schriften den wärmstenDank zollt, mit solchem Erfolge die Geschichte studirte, daß der berühmte Phil-anthrop Thaddäus Czacki, welcher zu Krzemieniec in Volhynien ein Lyceumbegründet hatte und mit ausgezeichneten Professoren zu besetzen wünschte, ihm1809 den historischen Lehrstuhl anbot. Als der russische Feldzug seine literarischeThätigkeit unterbrach, kam L. nach Warschau zurück und erst 1814 erhielt er dieStelle eines stellvertretenden Lehrers der Weltgeschichte an der Universität zu Wilna.Nachdem Kaiser Alexander 1816 als König von Polen eine neue Universität zuWarschau gestiftet hatte, erhielt L. einen Ruf dahin als Professor der Geschichtedes Mittelalters und der Bibliographie und als Eustos bei der Nationalbibliothek.Wilna, seinen Verlust fühlend, eröffnete für den Lehrstuhl eine Bewerbung durchdie Preissrage über den Umfang der Geschichte und ihre Verhältnisse zu denübrigen Wissenschaften. L.'s Schrift wurde gekrönt. Mit Enthusiasmus vonseinen ehemaligen Schülern aufgenommen, war er von nun an der gefeierte Manndes Tages. Die Jugend verschlang jedes seiner Worte. Der „lithauische Volks-magier, der Jesuit der Freiheit", wie einige seiner Landsleute ihn nennen, schleu-derte seine feurigen Gedanken wie wetterleuchtende Blitze nach dem Horizonte einerkommenden Zeit. Er entzündete allenthalben, verbarg aber die Flamme mit un-glaublicher Geschicklichkeit. Das eigenthümliche Feuer seines Vortrags zog einesolche Menge Zuhörer an sich, daß die Hörsäle bald nicht mehr ausreichten und dieVorlesungen sogar, weil es an Raum gebrach, aufgeschoben werden mußten —ein in den Jahrbüchern der Hochschule von Wilna unerhörtes Ereigniß. Die jun-gen Dichter des Landes wetteiferten L.'s Ruhm zu verherrlichen. Als Freund derWahrheit und furchtloser Vertheidiger der Menschenrechte erhob er oft die Stimmezu deren Schutz; allein alle diese Tugenden und Talente vermochten den Groll derFeinde Polens nicht zu besänftigen. Der allgemein geliebte, aber eben deshalb inJener Augen gefährliche Mann sollte entfernt werden. Er erhielt 1824 seinAbsetzungsdecret und trat in den Schoos seiner Familie zurück, wo er nur derWissenschaft und Kunst lebte, bis ihn der 29. Nov. 1830, mit welchem für Po-len eine bessere Zukunft anzuheben schien, zur öffentlichen Wirksamkeit rief. Mankann erst dann einen Begriff von L.'s Thätigkeit erlangen, wenn man weiß, daßer fast ebenso viele literarische Werke voll der tiefsten Forschungen, Meist mit eigen-händig gezeichneten und gestochenen Karten, Abbildungen u. s. w. herausgegeben,als er Jahre zählt. Die wichtigsten davon sind: „Blicke auf das Alter der lithaui-schen Stammvölker und deren Verhaltnisse zu den Herulern" (Wilna 1808);„Bemerkungen über Matthias, polnischen Schriftsteller des 12. Jahrhunderts"(Wilna 1811). Beide Werke, durch Tiefe der Forschung und Kraft der Darstel-lung gleich ausgezeichnet, haben in und außerhalb Polen großes Aufsehen erregt,und Gottl. Linde lieferte eine deutsche Übersetzung derselben in Kadlubek's „Histo-risch-kritischen Beiträgen zur slawischen Literatur". „Geschichte der Geographie";„lieber Maß und Gewicht der Alten"; „Geschichte der Nationen, welche bis zum10. Jahrhundert daS mittlere Europa bewohnt haben"; „Handelsverhältnisse derPhönizier, Karthager und Römer"; „Austand der Wissenschaften und Künste inPolen vor Erfindung der Buchdruckerkunst"; „Über Boleslas den Großen unddessen Grabschrift zu Posen"; „Eroberungen Boleslas des Großen"; „Über dieSlawen" (zuerst in dem „Wilnaer Wochenblatte", 1816 und 1816, abgedruckt);„Forschungen über die Erdkunde der Allen", wodurch sich L. einen Platz unterden ersten geographischen Geschichtschreibern erwarb; „Über die Krönung derKönige von Polen" (Warschau 1819); „Geschichte des alten Indiens und dessenEinfluß auf die Westländer" (Warschau 1820); „Entdeckungen der Karthager undGriechen im atlantischen Ocean" (Warschau 1821, deutsch Berlin 1831); „LetzteJahre Sigismunds des Alten und Thronbesteigung Sigismund Augusts" (War-