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Zweiter Band (1833) F bis L
Entstehung
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848
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Lebzeltern

Lee

HS

theiliger auf sein Dichtcrtakent wirkte als die erwähnte Pension. Durch die Re-stauration abgesetzt, wendete er sich wieder zur Dichtkunst und dereiste Italien undGriechenland. Außer den erwähnten Schriften verfaßte erDe Loubeur äe1'etucke", ein Gedicht, das den Preis mit dem von Saintine 1817 theilte (derzweiten Ausgabe (Paris 1822) ist die Ode über den Dichter Lebrun beigefügt)und?oeme j^ri^ue sur In mort Ue Napoleon^ (Paris 1822). (15)

Lebzeltern (Ludwig, Graf), östceichischer Geheimrath, stammt auseinem bürgerlichen Geschlechte, von welchem seit Maria Theresia mehre Glieder imMinisterium der auswärtigen Angelegenheiten und auf Gesandtschaftsposten an-gestellt waren, der Sohn des östreichischen Gesandten in Portugal, Adam v. L.,der mit dem Stephansorden den Adel erhielt und in den Freiherrnstand erhobenward. Er wurde 1776 zu Lissabon geboren, wo sein Vater gegen fünfzig Jahreangestellt war, und nachdem er zuerst in der dortigen Gesandtschaftscanzlei gearbei-tet hatte, ward er Secretair des Botschafters, Grafen Khevenhüller in Rom, zurZeit der großen Secularisationen und des von der römischen Curie heftig bestritte-nen Grundsatzes der Identität der Diöcefan- und Territorialgranzen. Seine be-deutendste Wirksamkeit aber si,l in die Kriegsjahre 181315, da er das Ver-trauen und die freundschaftliche Zuneigung des Kaisers Alexander gewonnen hatte,die sich freilich später, ohne L.'s Schuld, in Kalte und launenvolle Abneigung ver-wandelten. In jener ereignißrcichen Zeit gab es keine wichtige Frage, namentlichüber die Verhältnisse der schweizerischen Eidgenossenschast und Italiens, bei welchernicht L. entscheidend eingegriffen hätte. Ein höchst unangenehmer Umstand wares für ihn, daß in der Verschwörung bei der Thronbesteigung des Kaisers Nikolauseines der Häupter, der Fürst Trubetzkoy, L.'s Schwager war, und sich zu ihm ge-flüchtet hatte. Sein persönlicher Charakter genießt allgemeine Achtung, und stetswidmete er der Wissenschaft und Kunst seine lebendigste Theilnahme. Mehre ein-zelne Sendungen wurden ihm auch noch in den letzten Jahren aufgetragen und inder neuesten Zeit erhielt er den Botschafterposten in Neapel. (17)

Lee, öffentlicher Lehrer der orientalischen Sprachen an der Universität zuCambridge, gehört zu den interessanten Männern, in welchem die Gewalt des in-wohnenden geistigen Lebens und überwiegenden Talents siegreich hervorging ausdem Kampfe mit den widerstrebenden feindseligen Mächten der äußern Verhält-nisse. Von armen aber frommen Altern geboren, genoß er nur den dürftigen Un-terricht der nieder» Stande Englands, welcher bis dahin ein so wichtiges Mittelwar, die große Masse des Volkes unter dem beherrschenden Einflüsse der Aristokra-tie zu erhalten. Nach Vollendung seines kurzen Schulcursus erlernte L. das Zim-merhandwerk mit regem Fleiß, blieb jedoch in seinen freien Stunden der fortgesetz-ten Beschäftigung mit seinen Schulstudien, namentlich der Religionslehre, zuge-wandt. Mit Eifer und Fleiß forschte er in der Schrift als der untrüglichen Quellehöherer Offenbarung; und als er erfuhr, daß der Sinn der heiligen Bücher sicherund wahr erst aus dem Urtexte erkannt werden könne, in welchem sie geschrieben,unternahm es der schon mehr als zwanzigjährige Aimmergeselle zuerst die lateinischeund dann die griechische Sprache ganz allein für und durch sich mit Hülfe einermangelhaften Grammatik und eines griechischen Neuen Testaments zu erlernen.Bei diesem Beginnen zog er die Aufmerksamkeit eines christlich gesinnten Mannesauf sich, der ihn der britischen Bibelgesellschaft, deren Mitglied er war, als der Be-achtung und Unterstützung werth empfahl. Kaum erkannte dieser Verein denwackern Sinn und die seltenen Anlagen des jungen Mannes, der wenn wir nichtirren bereits verheirathet war, so gewährte sie ihm alle diejenigen Mittel,welche ihn in den Stand setzten, ganz seinen wissenschaftlichen Neigungen zu leben.Mit der Begeisterung der Jugendliebe ergriff L. die dargebotene Gelegenheit, denDurst seines Geistes zu stillen, erlernte in kurzer Zeit außer den beiden Sprachen