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Zweiter Band (1833) F bis L
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Lebrun

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gemachte Versuch, eine Versicherungsanstalt für Mitteldeutschland zu begründen,blieb ohne Erfolg und die Unternehmer vereinigten sich 183 l mit der Bank zuGotha.

Lebret (Albrecht), geboren 1777 zu Tübingen, ehedem Professor derNaturgeschichte am Gymnasium zu Stuttgart, gegenwartig Mitredacteur derAllgemeinen Zeitung", ist ein Sohn des bekannten Geschichtschrcibers Jo-hann Friedrich L., ehemaligen Kanzlers der Universität Tübingen, und Bru-der des unlängst verstorbenen gelehrten Bibliothekars an der Bibliothek in Stutt-gart, Friedrich L. Als politischer Schriftsteller zeichnete sich L. zuerst ausdurch seine Bearbeitung eines Artikels aus der brüsscler(Zale-ie des ccmtem-pomins", welche er, mit vielen merkwürdigen Anmerkungen begleitet, unterdem Titel:Napoleon, eine biographische Skizze" (Stuttgart 182!) herausgab.Es war dies das erste kühne und besonnene Wort, das in Deutschland für den ge-lästerten Helden gesprochen wurde. Spater erschien von ihm aus dem Werke:Vicwires, conguetes, ckesustres etc. Ues I?r-m<^is", ein Auszug, den ägyptischenFeldzug betreffend, unter dem Titel:Poesie der Kriegskunst" (Stuttgart 18Z4),mit Anmerkungen vom Grafen von Bismark. In Gemeinschaft mit F. L. Lind-ner gab L. heraus:Oeuvres completes Ue Napoleon" (Stuttgart 1822), wo-von jedoch nur die ersten vier Bände erschienen sind. L. ist seiner Ansicht von Na-poleon nie untreu geworden, und hat sich nie, weder von dem Geschwätz noch von derGewalt der Mittelmäßigkeit irre führen lassen. (80)

Lebrun (Pierre), lyrischer und dramatischer Dichter, geboren zu Parisam 29. Dcc. 1785, zeigte schon in früher Jugend viel Anlage zur Poesie. Erwar zwölf Jahre alt, als der Minister des Innern, Francis de Neufchateau, einevon L.'s Dichtungen las und den jungen Verfasser in die Lehranstalt des Prytaneumsaufnehmen ließ. Dort machteL. in seinen Studien rasche Fortschritte; bei einer Preis-vertheilung ward ein Gedicht von ihm: ,Mes souvemrs", in Gegenwart der Aka-demiker Ducis und Bernardin de Saint Pierre vorgetragen und fand außerordent-lichen Beifall. L. hatte seine Studien noch nicht vollendet, als der Lehrer der Rhe-torik krank wurde, und um diesen zu ersetzen, wählte man L. Kurz darauf besuchteNapoleon das Prytaneum zu Saint-Cyr, und erstaunte nicht wenig, den bart-losen Professor in Schülertracht auf dem Katheder zu sehen. Der Kaiser fragteden jungen Lehrer, wozu er sich bestimme. ^ cbemter votre gloire! erwiderte L.Hierzu gab die Schlacht bei Jena bald Gelegenheit. Die Ode, wozu der Sieg desKaisers begeisterte, war so schön und feurig, daß Napoleon sie einen Augenblick fürdas Werk des andern L. hielt, welchem man den Beinamen Pindar gegeben hatte.Der junge Dichter erhielt dafür eine jahrliche Pension von 1200 Francs, die erauch unter der Restauration bezog. Der altere L. wurde darüber fast neidisch, derjüngere trug es ihm aber nicht nach, und beklagte bald den Tod des Namensgenossenm einer rührenden Ode. L.'s erstes dramatisches Werk war ein Trauerspiel:Evan-dcr und Pallas", das nie aufgeführt und nur in wenigen Exemplaren gedruckt wur-de. Seine TragödieUlysses" wurde am 28. April 1814 im 'lAeütre fmn^nisaufgeführt und erschien in demselben Jahre gedruckt, fand ab-:r wenig BeifallGlücklicher war L., als er am 6. März 1820 im 3'lieütre frnv^is sein TrauerspielMaria Stuart" aufführen ließ; dieses Stück, welches in demselben Jahre ge-druckterschien, ist eine Nachahmung Schiller's. Wiewol der Übersetzer gerade dieschönsten Stellen des Originals verwischte, wurde doch das Publicum durch dieSchönheit der Tragödie ergriffen und sie ward fünfzig Mal nach einander aufge-führt. Nicht soviel Beifall fand sein Trauerspiel:l-eOitlck'Anckalmisie", das er am1. März 1820 im 3'beütre t-ur^uis aufführen ließ. Das Stück wurde vier Malaufgeführt, aber nicht gedruckt. Unter der Kaiserherrschast war L. zum Hauptein-nehmer der indirekten Abgaben ernannt worden, eine Stelle, die vielleicht noch nach-

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