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Zweiter Band (1833) F bis L
Entstehung
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Lebensversicye.ungsanstalten

Art. Diese wichtigen Dienste sind nicht die einzigen, wodurch L. die Dankbarkeitseines Vaterlandes erwarb; er gehört zu den Gründern der Ausmunterungsgesell-fchaft, der philanthropischen Gesellschaft und des Vereins für Verbreitung des ge-genseitigen Unterrichts. Nicht so glücklich war er in seinem Vorhaben, dürftigealtersschwache Gelehrte und junge für die Wissenschaft empfangliche Manner durchBeitrage des Publicums unterstützen zulassen; schon hatte die Gesellschaft Geldzusammengebracht und ihre Reglements drucken lassen, als die kaiserliche Regie-rung, ohne daß man den Grund davon wußte, die Mitglieder auseinandertretcnhieß. Stets auf das allgemeine Wohl bedacht, hatte L. ein Cabinet und eine Bi-bliothek gebildet, worin sammtliche auf die Landwirthschast bezügliche Hauptgegen-stände und Elementarwerke vereinigt waren; erbot dieses Institut unter der ein-zigen Bedingung, daß es allgemein zuganglich werde, der Regierung an und er-hielt eine abschlagige Antwort. In der letzten Zeit beschäftigte er sich vorzüglichmit dem Unterrichtswesen und errichtete in Paris eine Anstalt, wo die neuernSprachen nach einer der Jacotot'schen verwandten Methode unentgeltlich gelehrtwerden. L. ist ein Verwandter des Generals Lafayette, sein Sohn focht unter DonPedro in Portugal. Von seinen Schriften nennen wir: ,,'1>aite sur los dolosä laine dLspagne" (Paris 1799);Rraite lies constructions rurales" sausdem Englischen, mit Anmerkungen und Zusätzen, Paris 1802, mit einen, At-las);Diistoire de I'introductiori des moutons a laiue 5ms d'Lspa^ne dansles divers ^tats de l'Lurope et au 9ap de Rorme-Ksperarice" (Paris 1892);De l'eograissemeot des bestiaux" (Paris 1894);Du cotonuier et de Zueulture" (Paris 1898);Du Kastel, de 1'indo^otier et des untres ve^etauxdont on peut extraire une conleur bleue" (Paris 1811);l^ouveau Systemed'edncation ziour les ecoles primaires, adopte daus les Muntre parties dumonde" (Paris 1815 und 1819);(üullection de macbiues, d'insfrumt.ns etc.emploves daus l'ecouomie rurale, domestie^ue et industrielle" (2 Bde., Paris1829 25); ,Metbode naturelle de l'enseiAnemeut des lanxues, Instructionjiour les maitres et eleves" (Paris 1826). Graf L. ist Herausgeber folgenderWerke, deren Ausführung seinen lithographischen Pressen große Ehre macht:Distoire naturelle des mammiieres", von Saint-Hilaire und Euvier (19 Liefe-rungen in Folig, Paris 1819 23);Anatomie de l'bomine", von Beclardund Cloquet (249 Foliotafeln, 1821 fg.);?lancbes anatomicjues du corp? bu-main", von Antommarchi (15 Lieferungen in Folio, 1823 fg.). Zu demDiction-vaire d'a^riculture" hat L. mehre Artikel geliefert. (15)

Lebensversicherungsanstalten. Wahrend man sich in Deutsch-land lange mit Lebensversicherungsanstalten von sehr beschrankter Anwendbarkeitbegnügte, und die Vortheile, welche der Anspruch auf ein, nach einem Todesfällezahlbares Capital gewährt, häusig nur durch die, in der Regel unsicher begründetensogenannten Leichencassen oder auch durch Witwencassen zu erreichen suchte, hattensich in England die Versicherungsgesellschaften aus den ersten, zu Anfange des 18.Jahrhunderts gemachten Versuchen zu einer, den Kreis ihrer ursprünglichen Be-stimmung weit überschreitenden Wirksamkeit ausgebildet. Es wurden beträchtlicheCapitalien zusammengelegt, um Privatanstalten zu gründen, und die Bemühun-gen der Wissenschaft kamen der Betriebsamkeit entgegen, indem die alten, seitdem 17. Jahrhunderte für die Bestimmung der Jahrrenten von Hallep, Moivreund Andern gemachten Berechnungen der wahrscheinlichen Lebensdauer durchHeysham, Morgan und Babbage und, nach Englands Beispiele, durch Wiggles-worth zu Cambridge in Amerika vervollkommnet wurden. Die Fortschritte des ge-sellschaftlichen Auslandes machten solche Anstalten besonders für die MittlernStaude wichtig, deren Einkünfte nur auf ihre Lebzeit beschränkt sind und die ihrenWitwen und Kindern oft nichts hinterlassen können; aber auch selbst die höhern

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