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beliebt waren und mit Antheil gelesen wurden. Schon die durchgehende gute Laune,welche sich in ihnen ausspricht, möchte ihnen einen gewissen Werth verleihen. DieTheilnahme, die seine Schriften bei der Lesewelt fanden, veranlaßte vor mehrenJahren einige unbekannte Schriftsteller, sich seines Namens zu bedienen undunter demselben, um das Publicum zu täuschen, ihre eignen werthlosen Sachenerscheinen zu lassen. Es dürfte deshalb das nachfolgende richtige Verzeichniß seinersämmtlichen, ihm eigenthümlich angehörigen Werke hier nicht unangemessen Platzfinden. „Liebhaber wie sie sind und wie sie sein sollten" und „Die Todtenerschei-nung", zwei Lustspiele (Leipzig 1787); „Gedichte" (ebendaselbst 1788; neue ver-besserte Auflage, ebendas. 1820); „Schwanke" (2 Bde., Dresden 1792; dritteverbesserte und verminderte Ausgabe in Einem Bande, Berlin 1816); „Feier-abende" (3 Bde., Leipzig 1793 — 94); „Talismanegegen die Langeweile" (3 Bde.,Berlin 1801 — 2); „Der graue König", ein novantiker Roman (ebendas. 1803);„Neue Schriften" (2 Bde., Berlin 1804); „Novellen" (ebendas. 1804); „DerRitter der Wahrheit" (2 Bde., ebendas. 1805); „Thomas Kellerwurm" (eben-das. 1806); „Zeitschwingen" (ebendas. 1807); „Franz und Rosalie oder der Kra-merzwist" (ebendas. 1808); „Der Sonderling und feine Söhne" (ebendas.1809); „Der Bräutigam ohne Braut" (ebendas. 1810); „Kleine Romane undErzählungen" (2 Bde., ebendas. 1812 — 14); „Neuere Gedichte" (2 Thle.,Tübingen 1812; zweiter Theil, ebendas. 1823); „Jvcus" (Berlin 1813); „Un-terhaltungen für müßige Stunden" (ebendas. 1815); „Magister Zimpels Braut-fahrt und andere scherzhafte Erzählungen" (ebendas. 1820); „Deutscher Liedcr-kranz" (Berlin 1820); „Märchen und Erzählungen" (ebendas. 1821); „Gany-meda" (2 Bde., ebendas. 1823; neue Auflage 1830); „Jocus und Phantasus"(ebendas. 1824); „Vacuna" (ebendas. 1826). Eine Gesammtausgabe seinerSchriften bereitet er vor. (47)
Lange (Adolf Gottlob), ehemaliger Rector der preußischen Landesschule Pforte.Er war geboren am 22. April 1778 zu Weißensee in Thüringen, erhielt seine Bil-dung in der Landesschule Pforte und studirte seit 1795 zu Leipzig Theologie undPhilologie, wo er von Beck und Hermann besonders ausgezeichnet wurde. Schondamals zog ihn vorzüglich das Studium der Archäologie an. Nachdem er von1801—4 in Berlin als Mitglied des Seminars für gelehrte Schulen undHülfslehrer am Gymnasium zum grauen Kloster gearbeitet hatte, berief ihn dassächsische Oberconsistorium als dritten ordentlichen Lehrer nach Pforte, wodurchsein Lieblingswunsch erfüllt wurde, da er mit einer außerordentlichen Liebe andieser Pflegerin und Bildnerin seiner Jugend hing. Hier begann er nun eine viel-seitige, segensreiche Amtsthätigkeit, die er 27 Jahre hindurch immer mit neuerLiebe und mit rastlosem Eifer, der durch Kränklichkeit zwar öfters unterbrochen, nieaber geschwächt werden konnte, fortgeführt hat. Er rückte 1825 in die Stelle deszweiten Professors ein, und 1831 übertrug ihm das Vertrauen der Behörden, dieihn außerordentlich achteten und schätzten, das Rcctorat der Anstalt nach Jlgen'sAbgange Es war überdies der einstimmige Wunsch seiner College«, ihn an dieserStelle zu sehen. Aber nur wenige Monate konnte er ihr vorstehen, da erlag er am9. Jul. 1831 einem mit erneuter Heftigkeit wiederkehrenden Unterleibsübel, undmit seinem Tode verschwanden die großen und gerechten Hoffnungen, die man fürdas künftige Wohl der Anstalt an sein Leben geknüpft hatte. L. war als Lehrerund Erzieher durch strenge Wahrheitsliebe, echte Religiosität und einen sehr leben-digen Sinn für alles Gute und Schöne, unter welchen Formen es sich auch zeigte,sehr ausgezeichnet. Sein Unterricht war gründlich, geistreich, anregend und hatdaher mehr als eine gelungene Schrift unter seinen Schülern erzeugt. Im häus-lichen und geselligen Verhältniß war L. seht liebenswürdig, für Freundschaft besaßer ein sehr inniges Gefühl, und so sprach sich auch über seinen Tod eine laute