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Zweiter Band (1833) F bis L
Entstehung
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814
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814 Laing

Freiwilligen einzutreten. Diese Vorschule des Kriegslebens zog ihn so sehr an,daß er 1811 nach Barbados ging, wo sein Oheim, der nachmalige General Gor!don, ein Regiment commandirte. Nach mehrjähriger Dienstzeit auf den Antillenkehrte er 1819 in sein Vaterland zurück, wo er eine glanzende Aufnahme fand.

Er ging bald nachher als Lieutenant und Adjutant nach Sierra Leone und erhieltvon dem damaligen Befehlshaber Sir Charles M'Carthy den Auftrag, nach Cam-bia und Mandingo vorzudringen, um über die Lage und den Zustand jener Gegen-den Bericht zu erstatten und die Gesinnungen der Herrscher in Bezug auf die Ab-schaffung des Sklavenhandels zu erforschen. Der Erfolg war glücklich. Der Kö-nig der nördlichen Kurankos schloß einen Vertrag und gestattete freie Durchfuhrvon europaischen Waaren gegen afrikanisches Gold und schöne Zeuche. Bald nach-her erhielt er einen Auftrag an den König von Sulima und als er auf dieser Reiseerfahren hatte, daß in jenem Lande ein ansehnlicher Handel mit Elfenbein getrie-ben werde, machte er nach seiner Rückkehr den Befehlshaber auf die Vortheile einesVerkehrs mit den Bewohnern jener Gegenden aufmerksam. Man gestatteteihm, einen Neiseplan nach seiner Absicht auszuführen. L. verfolgte den Lauf desstärksten Armes des Rokelleflusses bis zu dessen Quelle. Ebenso wurden derMongo und Karamanka und einige andere Flüsse nebst Timbo, der Hauptstadtder Fullahs, und die Lage und Höhe des Berges Loma, wo der Dscholiba ent-springt, bestimmt und die Reiche Timmanih und Kuranko durchwandert. Wäh-rend dieser Reise erwachte in ihm der Entschluß, das Binnenland von Afrika zumZiele seiner Forschungen zu machen. Schon war es ihm gelungen, manche dunkleStelle dieses Erdtheils aufzuhellen, da brach der Krieg mit den Ashanti aus undsetze seinem Eifer Grenzen. Er mußte zu seinem Regiment zurückkehren, das anden Goldküsten stand, und befehligte als Capitain einen ansehnlichen Heerhausenan der Grenze der Ashanti. Nach dem Tode des Befehlshabers M'Carthy 1824wurde L. nach England gesendet, um der Regierung über die Lage der Angele-genheiten in Afrika Bericht zu erstatten. Bald nachher bot sich ihm die sehn-lich gewünschte Gelegenheit dar, unter der Begünstigung der Regierung eineReise zur Erforschung des Nigers zu unternehmen, und er verließ, zum Major 5e- Mfördert, im Febr. 1825 England, um über Tripolis, nicht durch Burnu, wie ^ ^ ^seine unmittelbaren Vorgänger, fondern auf geradem Wege über die Oase Agably Wn dennach Timbuktu vorzudringen. DaSItineraire <!e Iripnli 6e Larburie ü !u 'MMAWville 6e l'imbuctu pur le Ha^-(!ussem" (redigirt von dem französischen

Viceconsul Delaporte, 1818 von Iomard dem Institute vorgelegt und Veran-lassung zu Walkenaer'sRec!iere!ie5 geogrupki^ues sur l'mte»eur cke t'^lrigrie ^

«eptenti-ionule") setzt Timbuktu 81 Tagereisen von Tripolis und die Oase Am-Salah und Agably 33 Tagmärsche oder drei Siebentheile des Weges. In Tri-polis vermählte sich L. am 14. Jul. 1825 nach einer Bekanntschaft von wenigenWochen mit der Tochter des dortigen britischen Consuls Warrington, setzte aberschon am zweiten Tage nach seiner Hochzeit, seine Gattin bei ihren Altern zurück-lassend, seine Reise fort. Sein letztes Schreiben war von Tual, den 27. Der. 1825,seinem einunddreißigsten Geburtstage, datirt. Laut eines Briefes, den er am '21. Sept. 1826 an seinen Schwiegervater schrieb und in Timbuktu zurückließ, ^,war er unter Begleitung eines Häuptlings, Namens Attila, der in Gadames zuihm gestoßen war, am 18. Aug. desselben Jahres in Timbuktu angelangt. Erhatte seine Absicht, zu Wasser nach Djenne zu reisen, aufgegeben, weil die Fullahsden Weg unsicher machten und ihr Sultan Bello seine feindseligen Gesinnungengegen ihn verrathen hatte. Caillie, der kurze Zeit nach L. in Timbuktu eintraf,erfuhr von den Einwohnern, daß die Karavane, zu welcher der Major gehörte,drei Tagereisen nördlich von dieser Stadt durch die Tuariks, einen Nomaden-Kamm in der Nähe des Dscholiba, überfallen worden sei. In der europäischen

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