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das Steuerruder des dem Abgrunde entgegengeschleuderten Staatsschiffes. Erlenkte es glücklich durch das Klippenmeer der Juliusepoche und erhob Ludwig Phi-lipp auf den neu errichteten Thron eines Bürgerkönigs. L. rettete dadurch Frank-reich und gründete die neue Dynastie, verlor aber in dem Sturme sein großesVermögen.
In der am 2. Marz 1830 eröffneten Kammersitzung war L., ein Mit-glied der linken Seite, zum Präsidenten des dritten Bureaus gewählt worden.Nach der Auflösung dieser Kammer (am 16. Mai 1830), wurde er im Anfange desJul. von den Wahlcollegien der Seine zum Deputirten gewählt. Die neue Kam-mer sollte am 3. Aug. zusammentreten, aber acht Tage vorher brach die Jul ins -revolution aus (s. d., sowie Frankreich, Karl X. und Ludwig Phi-lipp). Bei der ersten Bewegung am 26. Jul. stellten sich einige exaltirte Deputirte,wie sie Perier nannte, voran, um sie im Sinne der Volksstimme zu leiten; so La-borde, der am Abende dieses Tages die Deputirten Schonen, Vernarb, Ba-voux, Marchal, I. Lefebvre, Daunou, Vaffal und Villemain bei sich versam-melte. Einige der Erstgenannten waren der Meinung, sich als Nationalversamm-lung zu constituiren, wenn es nöthig sein sollte, das Volk zu den Waffen zu rufen.Da trat Perier hinzu und warnte, nichts zu übereilen; die Kammer sei aufgelöst,also nicht vorhanden. Eine Erklärung werde hinreichen, die Zurücknahme der Or«donnanzen zu bewirken; doch müsse man die andern in Paris anwesenden Depu-tirten erst fragen. So suchte Perier, ein Freund der Freiheit, aus Achtung fürGesetz und Ordnung, die Bewegung zu hemmen. Am folgenden Tage, den 27.Vormittags, versammelten sich einige Deputirte abermals bei Laborde. Mansandte Eilboten, um L. und Lafayette herbeizurufen. Um 2 Uhr Nachmittagsversammelte man sich bei Perier. Noch stritt man, ob man in der Eigenschaft vonDeputirten zu handeln befugt sei, da erschien die Deputation eines Wahlcomitesvon Paris. Merilhou und Boulai de la Meurthe erklärten, den Bürgern bleibebei der Verletzung der Charte kein anderes Auskunftmittel als die Jnsurrection;sie erwarten Beistand und Leitung von den Deputirten. Die Versammlungschwankte in ihrem Beschlüsse und verschob ihn auf die Zusammenkunft am folgen-den Morgen den 28. bei Audry de Puyraveau. Hier erschien L. und Lafayette.Guizot schlug eine Protestation vor; Perier, in der Absicht, den Volkssturm indie Bahn der Gesetzmäßigkeit zurückzukämmen, rieth die Absenkung einer Depu-tation an den Marschall Marmont an, um einen Waffenstillstand zu erlangen,und dem Könige die Beschwerden vorzutragen. Die Deputation wurde er-nannt. Als aber Polignac auf nichts eingegangen war und L. das furcht-bare Wort: „Also Bürgerkrieg?" gegen Marmont ausgesprochen hatte, daerst trat L. in die Mitte der Gefahren ein, um die Bewegung zu leiten. Erschlug vor, die von Guizot entworfene und von einigen Journalisten veränderteProtestation zu unterzeichnen und zu veröffentlichen. Unterdessen hatte dasVolk bereits das Stadthaus zum letzten Male erobert und verlangte von denDeputirten einen General zum Anführer. An demselben Morgen versammeltensich 30—40 Deputirte bei s. Als Vorsitzender eröffnete er die Berathung mitder Bemerkung, es sei nothwendig, die Leitung der Bewegung zu ergreifen. Hier-auf schritt man zur Organisation der bereits von den Parisern (Baude, Dubourgund Zimmer) proclamirten provisorischen Regierung, zu deren Mitgliedern manLafayette, Gerard und den Herzog von Choiseul bestimmte, und ernannte eine„Municipalcommission", die aus Mauguin, L,, Schonen, Audry de Puyra-veau, Rodau und Casimir Perier bestand. Zugleich entschieden die Deputirten,daß General Lafayette den Befehl über die gesammte Militairmacht, und der Ge-neral Gerard den über die Activoperationen übernehmen sollte. Als dies geschah,war der Sieg bereits erkämpft. Jene Commissi»», zu der noch der General Lobau