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Zweiter Band (1833) F bis L
Entstehung
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Lafayette

abhangigkeitskriege, in Yorktown das Gedächtniß des letzten Kampfes, in welchemauch er unter den Stürmenden gewesen war, gefeiert und von den ehemaligen Prä-sidenten der Union, John Adams, Thomas Jefferson, Madison und MonroeAbschied genommen, und der neue Präsident John Quincy Adams im Namen desVolkes ihm ein feierliches Lebewohl gesagt hatte, verließ er am 7. Sept. 1825 dieBundesstadt Washington und bestieg eine Fregatte, welche zur Erinnerung aneinen der Schauplatze seines Kriegsruhms den Namen Brandywine erhielt. WarL.'s Reise, die sein Begleiter Levasseur en ^merigue ea 1824 et

1825", 2 Bde., Paris 1829) beschrieb, für die Volksstimmung in Amerikawichtig und für ihn selber, auf welchen das schöne Wort des Tacitus:?rmturiama", sich anwenden ließ, als Anregung zu neuer Anstrengung für die Sache derVolksfreiheit bedeutend, so war sie auch bei der damaligen Stimmung inFrankreich nicht ohne Einfluß. Als L in Havre landete, ward er von dem Volkemit Achtungsbeweisen begrüßt, welche an die Begeisterung erinnern konnten, dieihn 43 Jahre frühei bei seiner Rückkehr aus Amerika empfangen hatte, und beiseiner Durchreise durch Rouen versammelte sich das Volk friedlich zu gleichen Hul-digungen, bis die argwöhnische Behörde durch Gendarmen es auseinander treibenließ. L. wurde wieder zum Mitgliede der Abgeordnetenkammer erwählt, wo er wiefrüher auf der linken Seite gegen die Machthaber seine politischen Grundsatze ver-focht, die er auch am 24. Aug. 1827 bei Manuel's feierlichem Leichenbegängnisse,von den Säbeln und Bayonetten der Gewaltherrschast umgeben, unerschrockenaussprach. Nach der Auflösung der Deputirtenkammer im Nov. 1827 wurde L.abermals gewählt.

Schon erschienen die Vorzeichen des Sturmes, den Polignac's Erhebungherausgefodert hatte, als L,, wol nicht ohne Berechnung, im Sommer 182S einigesüdliche Departements besuchte und besonders in Lyon mit lautem Jubel aufge-nommen wurde. Die Regierung rächte sich an dieser Begeisterung, die nie in Unge-setzlichkeiten überging, und an ihrem Gegenstande durch kleinliche Beschränkungen,und ihre Wortführer in den Zeitungen schmähten L. durch Entstellung der größtenMomente seines politischen Lebens seit 1789. Er kam nach Paris, in den Tagen alsder vulkanische Boden sich öffnete; er verband sich am 27. Jul. mit den anwesendenDeputirten, die sich beriethen und endlich am 29. beschlossen, die Leitung der Bewe-gung zu ergreifen. An demselben Tage ward er zum Oberbefehlshaber der National-garden ernannt, die in einzelnen Haufen an dem Kampfe Theil genommen hatten.Er begab sich an der Spitze vieler Nationalgarden und Bürger in das Stadthaus,wo er in sein Amt eingesetzt ward. Durch eine Bekanntmachung stellte er die pariserNationalgarde wieder her, und sagte in seinem ersten Tagsbefehle, daß er mit Hin-gebung und Freude die ihm übertragene Verpflichtung übernehme wie 1789 under sich durch die Zustimmung seiner in Paris anwesenden Amtsgenossen unterstütztfühle. L., Gerard und der Herzog von Choiseul bildeten die provisorische Regie-rung auf dem Stadthause, und bis zum 3V. schien in seiner Hand das SchicksalFrankreichs zu liegen. Die Bevollmächtigten, welche Karl X. sandte, um einenVergleich mit der siegreichen Partei zu schließen, wurden ihm vorgestellt, währender in seinen Entscheidungen im Einverständnisse mit den übrigen Deputirten han-delte. Als Lafsitte und die ihm gleichgesinnten Deputirten bei dem laut erhobenenRufe nach einer Republik die Erhebung des Herzogs von Orleans vorgeschlagenhatten, gelang eS ihnen, auch L. für diesen Entschluß zu gewinnen, und diese Ver-einigung entschied den nächsten Erfolg der Juliusrevolution. L. bewvg nun auchdie dem Herzog abgeneigten Deputirten, der Bekanntmachung beizustimmen, woringesagt wurde, der Herzog von Orleans sei stets der eonstitutionnellen Sache ergebengewesen und werde die Rechte der Franzosen achten. Die Wahl des Herzogs, sagteL. selbst in seinem Schreiben an die Wähler von Meaux im Jun. 1831, des Pa-

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