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Zweiter Band (1833) F bis L
Entstehung
Seite
770
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770 Krüger

ten und zu leiten. Der Stadtrath hatte jedoch, wie sich spater ergab, eine Be-gründung ohne allen festen Grund und Boden und ohne einigen baaren Fondsversuchen zu dürfen geglaubt; er hatte daraufgerechnet, die Anstalt solle nicht nurdie erborgten Einrichtungskosten wiederbezahlen, sondern auch neben den laufendenAusgaben für Lehrerbesoldungen und die erfoderlichen Bedürfnisse durch hochge- s/Wstelltes Schulgeld so viel einbringen, daß davon das zu einem künftigen Schul.

Hausbau nothwendige Capital und von dem erwarteten Uberschusse ein baarer »M"Schulfonds erspart würde. Da jedoch in dem ganz ungeordneten SchulwesenDresdens, bei allen Gegenwirkungen der schon in Uberzahl vorhandenen und im-mer noch durch neue Concessionen vermehrten Privatschulen, dieser Entwurf un- ^ s ^ ^ausführbar war, so sah sich der Stadtrath 1826 zu dem Beschluß bewogen, dieFriedrich-August-Schule im nächsten Jahre ganz aufzuheben. K, der erst ein Jabrnach dem Antritte seines Amtes erfuhr, daß diese Schule sich aus noch weniger als Mj» ^nichts habe schaffen sollen, und daß sie einzig auf die im Voraus zu ihrem Bestehen Mdaigemachten Schulden gegründet sei, machte den Stadtrath auf die Verderblichkeit Wemsolcher Berechnungen und auf die Nothwendigkeit einer allgemeinen Schulordnung Mchnwiederholt aufmerksam, brachte unumwunden die Gebrechen des Schulwesens zur MMSprache; allein Alles umsonst. Bei den Verhandlungen des Stadtrathes mit UWiiihm über die beschlossene Auflösung war ihm mehr an dem Fortbestehen der Schule t.>n aWund einer bessern Schuleinrichtung in Dresden, als an seiner eignen Existenz ge- MD,legen. Von Vielen ermuntert, seine Schule nicht sinken zu lassen, hielt er es um so WMmehr für seine Pflicht, lieber das Fortbestehen der Anstalt noch zu fristen, als den «ihm gebührenden Amtsgehalt, den man aber bedeutend verringern wollte, erstrei-ten zu müssen. Er nahm daher den ihm vom Stadtrathe gemachten Vorschlag an, -MMdie Schule als eine öffentliche, jedoch auf eigne Rechnung bei einem jahrlichen Zu-schusse, mit Wegfall des bisherigen Gehaltes und Schullocals fortzusetzen. Dochbei dem Mangel einer thatigen Theilnahme am Bestehen dieser Anstalt, gegenwelche sich die Hindernisse von allen Seiten noch häuften, konnte K. mit Ausopfe- ^rung seines Vermögens und obgleich zwei Mal vom Könige unterstützt, nur unter ^ ^Anhäufung einer bedeutenden Schuldenlast das Bestehen dieser Anstalt 4^ Jahrfristen. Zu Michaelis 1831 sah er beim Mangel aller Hülfe und weiterer Unter- ^stützung sich endlich mit den Seinigen der äußersten Noch ausgesetzt und dadurchgezwungen, diese durch ihn bis dahin gefristete öffentliche Bildungsanftalt, dasDenkmal Friedrich Augusts, den Keim zu den in der Hauptstadt Sachsens so noch-wendigen Verbesserungen des Volksschulwesens, der vom Stadtrathe beschlossenenVernichtung zu überlassen und mit den Seinigen von dem ihm ausgesetzten noch- ^ 'dürftigen Jahrgehalte zu leben. In Dresden schrieb K. außer mchren Program- » ,men folgende Bücher:Kleiner Leseschüler, oder hochdeutsches Syllabir- und » 'Sprachbuch" (Leipzig 1822);Hochdeutscher Sprachschüler" (Leipzig 1825),eine praktische Sprachlehre aus der Satzbildung entwickelt;Der Denkschüler,oder Anregungen für Kopf und Herz" (Leipzig 1825), und ein Werk der Wohl- 'thätigkeit:Leben des blinden Zacharias" (Leipzig 1827), zum Besten des Er- >

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Krüger (Franz), preußischer Hofmaler und Prdfessor, im Scherz oft j.Pferde-Krüger" genannt, wurde am 3. Sept. 1797 auf dem herzoglich anhalt- > ^dessauischen Amte Badegast geboren, wo sein Vater Amtmann war. Wie jeder AyKünstler von wahrhaftem Berufe schon als Kind Talent und Neigung zeigen muß, ^ ^ eriso war dies auch bei K. der Fall, der als achtjähriger Knabe von seinen Gespielen .und Verwandten der Maler genannt wurde, weil er schon damals Hunde, Ziegen, ^Schafe und Pferde sehr geschickt ohne alle Anleitung zeichnete. Dadurch, daß erdie Wagen der Gäste, welche seinen Vattr besuchten, heimlich mit dergleichenThieren zu bemalen pflegte, wurde sein Zeichnertalent m Dessau bekannt, wohin ^