Druckschrift 
Zweiter Band (1833) F bis L
Entstehung
Seite
768
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Krogh

De nexn inter terrae mvtns vel montium ignivomorum ernptiovsz et stawm >umospüaerae", ist im vierten Bande der neuen Acten dcrJablonowski'schen Gelil-schaft(Leipzig 1832,4.) abgedruckt. Ein gelungener Versuch einer faßlichen Darstel-lung der Naturwissenschaften begann er in seinenVorlesungen über die Natu--lehre für Frauenzimmer" (erster Bd., Leipzig 1832). Lichtenberg'sVermisseSchriften" (9 Bde., Göttingen 1800 6) gab er in Verbindung mit dcssnverstorbenem Bruder Ludwig Christian Lichtenberg, geheimen Assistenzcath chGotha, heraus.

Krogh (Christian), Staatsmann und Rechtsgelehrter, geboren 1778 imsudlichen Norwegen, wo sein Vater als Oberstlieutenant gestorben ist, erhielt seineerste gelehrte Bildung zu Kongsberg und ftudirte in Kopenhagen mit solchem Ta-lente und Fleiße die Rechte, daß er wenige Jahre nach Beendigung seiner akade-mischen Laufbahn eine Professur erhielt. Großen Beifall gewann das von ihm her-ausgegebene und noch fortgesetzte Archiv für die Rechtswissenschaften. Aus Liebezu gelehrter Muße nahm er seinen Abschied und zog sich nach Drontheim zurück.Hier lebte er in den glücklichsten Familienverhältnissen und im Genüsse allgemeinerAchtung, bis ihn die Wahl seiner Mitbürger zum Mitglieds der Reichsversamm-lung zu Eidsvold ernannte, welche seinem Vaterlands am 17. Mai 1814 eineneue Verfassung gab. An dem Entwürfe derselben hatte K. größcrn Antheil, alser es sich selbst und Andern aus Bescheidenheit gestehen wollte; denn Bescheiden-heit war der Grundzug des Charakters dieses liebenswürdigen Mannes. Nach deram 4. Nov. desselben Jahres beschlossenen Vereinigung des unabhängigen, selbstän-digen und freien Norwegens mit Schweden unter einer Dynastie stand er zur all-gemeinen Zufriedenheit als Staatsrath dem Justiz- und Polizeidepartemcnt vor.Doch auch dieses Amt legte er nach wenigen Jahren nieder, um sich wieder nachseinem geliebten Drontheim zu begeben. Seine Mitbürger aber, welche ihm mitgrößerer Warme anhingen, als er es bei seiner Liebe zur Ruhe wünschte, schicktenihn als ihren Deputirten auf das Storthing. Hier nahm er oft den Prasidentcnsitz.ein; allein das öffentliche Auftreten und Reden war nicht seine Sache, wicwol er,so oft er aufgesodert ward, seine Ideen mit Klarheit und Anmuth zu entwickelnverstand und die Verhandlungen mit sicherer Hand leitete. Dagegen arbeitete ermit nie ermüdender Thatigkeit in den wichtigsten Ausschüssen, und die gründliche,diplomatisch gewandte, von mehren politischen Schriftstellern Deutschlands undEnglands gepriesene Entwickelung der Gründe, welche gegen die königlichen An-trage zur Veränderung der norwegischen Staatsverfassung 1824 ausgestelltwurden, ist aus K.'s Feder. Unbegrenzt war das Zutrauen, das er seitdem genoß.Es wurde ihm der Entwurf eines neuen peinlichen Gesetzbuches allein übertragen,und er unterzog sich dieser Arbeit mit so viel Gewissenhaftigkeit und Sorgfalt, daßer Alles las und wieder las, was nur einigermaßen darauf Bezug hatte, jede ihmmündlich oder schriftlich mitgetheilte Bemerkung der genauesten Prüfung unter-warf und einen ausgebreiteten Briefwechsel mit den namhaftesten Rechtsgclehrttndes In- und Auslandes eröffnete. So geschah es, daß, als das Storrhing von1827, dessen Mitglied er war, mit der größten Schonung Auskunst über den Er-folg seiner Arbeiten verlangte, er demselben nur eine Menge Collectaneen vorzule-gen im Stande war. Man kam mit ihm über eine Frist überein, binnen welcherer seinen Entwurf zu beendigen hatte. Mit erneuerter Anstrengung schritt K. ansWerk; allein ein Schlagfluß endigte plötzlich sein Leben zu Christiam'a 1829.K. war ein Mann von hohem, schlanken Wüchse und ausdrucksvollen, Heitern,Wohlwollen und Herzensgüte aussprechenden Gesichtszügen. Seine Nationtrauerte um ihn. Von allen Seiten erhielt der Plan, ihm ein Denkmal zu er-richten, Aufmunterung und Unterstützung, ist aber bis jetzt noch unausgeführtgeblieben, weil man sich über die Art und Weise der Ausführung nicht einigenkann.

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