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Krasüiski
Krcysig
(Wrimar 1819) «errSch vi«! Beobachtungsgabe und trägt in ihrem derben treu-herzigen Siyle das Gepräge der ungeschminktesten Wahrheit. fF)
Krasinski (Vincenz Korwin, Graf), polnischer General, ward um1780 in Podolien geboren und diente von Zugend auf mit Auszeichnung in derpolnischen Armee. Als 1806 die Generals Dombrowski und Wybicki auf Napo-leons Geheiß ihre Landleute mit neu belebter Hoffnung der Wiederherstellung ihresVaterlandes unter die Waffen riefen, trat K. als Oberster in das Gardelancierrcgi-ment, das stets in des Kaisers Nahe bleiben sollte. Die Tage von Eilau und Fried-land haben auch um K/s Stirn wie um das Haupt so manches edlen Polen un-verwelkliche Lorbern gewunden. Zn Spanien aber, wo er zum Generalmajor be-fördert wurde, hat er sich neben Chlopicki, Rymkiewicz und Klicki unvergänglichenRuhm erworben. Als Napoleon 1814 zu Fontainebleau dem Thron entsagte,übergab er den Oberbefehl über die polnischen Truppen dem General K., der nachgepflogener Unterhandlung mit Rußland die Armee in ihr Vaterland zurückführte.Auf dem Durchmarsche durch das preußische Gebiet ereignete sich der Unfall, daßbei einem Streite zwischen einem Krakusen und preußischen Soldaten, der zuletztin ein Handgemenge unter den gegenseitigen Kameraden ausartete, General K. zurSühne redend, von einem Preußen mit dem Säbel so heftig in den Kopf gehauenwurde, daß die Narbe in der Stirn sichtbar geblieben ist. Plötzlich eilten diePolen aus den benachbarten Cantonnirungen herbei und wollten die Garnisonnebst der ganzen Einwohnerschaft von Kottbus über die Klinge springen lasten.K/s strenger Befehl allein vermochte sie von der Blutrache zurückzuhalten. Bishierher war sein Leben und sein Ruf ohne Makel. Allein nach Polen heimgekehrtund von Rußland zum General der Garden und 1818 zum Landtagsmarschall er-nannt, fing er allmälig an, fich dem russischen Einflüsse zu fügen, bis er endlichvon demselben um so mehr abhängig wurde, als er sich in zerrütteten Vermögens-umständen befand und seine Güter in den zerstückelten Provinzen lagen. Baldnachher ward er zum Generaladjutanten des Kaisers und zum Senatcr-Woiwodenernannt. Als 1828 der zur Untersuchung der revolutionnairen Umtriebe in Po-len niedergesetzte oberste Gerichtshof sich zu Gunsten der Angeschuldigten erklärte,war er der Einzige, der für den Tod stimmte. Allgemeine Verachtung durchganz Polen war von nun an sein Loos, die höchste Gunst Rußlands aber seinLohn. Zn der Nacht vom 29. Nov. 1830 eilte er zum Schutze des Großfürstennach Belvedere, unterstützte dessen Flucht und kam nebst General Kurnatowskierst am 3. Dec. nach Warschau zurück, nachdem schon zwei Tage zuvor die mci->ften Generale und Großosstziere sich für die Sache des Volkes und der Freiheit ent-schieden hatten. Als er an der Spitze des Gardegrenadierregiments in Warschaueinritt, mußte ihn der von der Nation so verehrte Szembec mit seinem Leibe vorden Säbeln des Volkes decken. In den Palast des Finanzministers geführt, wollteer sich vom Altan herab rechtfertigen, und ließ durch den Professor Szyrma, da-mals Chef der Ehrenlegion, dem Volke erklären, daß er bereit sei, den Eid derTreue zu leisten. Er erhob seine Stimme. So lange er von seinen Thaten inFrankreich, Spanien und Deutschland sprach, blieb Alles ruhig; als er aber auf dieZeit der russischen Herrschaft kam, schrie man von allen Seiten und erinnerte ihn anden Ausspruch des Reichstagsgerichts. Er leistete endlich den Schwur auf die Revo-lutionsfahne in Gegenwart des Volkes und der Armee, suchte und erhielt jedochbald wieder seinen Abschied, reiste in aller Stille nach Königsberg und begab sichnach Petersburg. Nach Beendigung des Kriegs berief ihn der Kaiser Nikolauszum Lohn für seine Dienste in den Reichsrath, welche Ehre auch einem Zamoyski,Lubecki, Nowosilzoss und Rozniecki zu Theil geworden ist. (8)
Krey sig (Friedrich Ludwig), sächsischer Medicinalrath und Leibarzt, ward1770 zu Eilenbmg, wo sein Vater praktischer Arzt war, geboren. Die erste Lr-