Druckschrift 
Zweiter Band (1833) F bis L
Entstehung
Seite
761
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Koethe 76!

gen seines Vaters (Greifswald 1826) schrieb er eine Biographie desselben. Ausarabischen Handschriften zu Paris, Gotha und Berlin lieferte er seine(presto-inatbia srabica" (Leipzig 1828). Hierauf begann er nach einer berliner Hand-schrift die Herausgabe der großen arabischen Annalen des Taberi: ,AmmIes labe-ristimensi?" ( Bd. 1, Greifswald 1831), wobei er zugleich Proben der per-sischen, türkischen, tschagataischen und arabischen Bearbeitungen dieses Werkesgab. Die londoner Dnental trauslation eommittee hat ihm die Herausgabe deralten arabischen Liedersammlung:Diwan Ilmlseilitarmn", aufgetragen.

K o et!) e(Friedrich August), Eonsistorialrath und Superintendent in Allstadtim Großherzogthume Sachsen-Weimar, war am 3V. Jul. 1781 zu Lübben inder vreuß. Niederlausitz geboren, wo sein Vater das Amt eines Kreisfecretairsverwaltete. Seine Schulbildung erhielt er thcils in seiner Vaterstadt, theils aufdem Gymnasium zu Bautzen, wo er eine innige Freundschaft mit dem nachmalsals Herausgeber desFränkischen Mercurs" und durch die Hohenlohc'schen Be-kehrungsversuche bekannt gewordenen Watzel in Bamberg schloß, die bis zu dessenTode unverändert aushielt und, indem sie spater in ihren Bund den noch lebendenHost und Bergrath Schubert in München aufnahmen, auch dadurch auf die geistigeRichtung K.'s den entschiedensten Einfluß ausübte. Er bezog 1800 die Univer-sität Leipzig, erhielt spater daselbst die philosophische Doctorwürde und wurde zu-gleich Vesperprediger an der Universitätskirche, bis er 1806 nach Dresden ging,wo er in glücklicher Unabhängigkeit, in Benutzung der literarischen Schätze derköniglichen Bibliothek, dem Studium der Kirchengeschichte ausschließend sich wid-mete, gelegentlich in gebildeten Kreisen Vorträge über Philosophie und Geschichtehielt, und von 1807 an zwei Jahre lang mit seinen Freunden Schubert und Wetze!eng verbunden,chis zum Jahre 1810 ein vielfach anregendes wissenschaftliches Lebenfüllte. Er wurde in demselben Jahre von dem Großherzoge zu Weimar, dem erdurch eine kleine anonym herausgegebene Schrift (Ansichten von de? Gegenwartmd Aussichten in die Zukunft", Amsterdam 180?)) bekannt geworden war, nachJena als außerordentlicher Professor der Philosophie berufen, trat 1812 als Gar-nisonprediger und Diakonus an der dasigen Stadtkirche ins geistliche Amt und er-hielt 1817 eine ordentliche Professur der Theologie, sowie bald daraufdie theologischeDoctorwürde, in welcher Sphäre er seine Vorlesungen hauptsächlich über Kirchen-geschichte, Symbolik und praktische Theologie verbreitete. Als späterhin das dop-pelte Amt eines Universitäts - und Kirchenlehrers neben vielen literarischen Arbei-ten seiner Gesundheit nachtheilig zu werden drohte, folgte er dem Rufe zum Su-perintendenten - und Obcrpfarramte in Allstädt, in der gesegneten thüringer Pfalz,mit dem Titel eines Consistorialraths. Außer mehren Berufungen ins Auslandlehnte er auch einen Ruf an die Universität Dorpat ab, kam aber bei dieser Gele-genheit in Verbindung mit dem damaligen Curator derselben, dem Fürsten Lieven,Mas die Veranlassung gab, daß er seitdem an den Angelegenheiten dieser Universitätlebhasten Antheil nahm und die Berufung deutscher Gelehrten dorthin und anandere russische Bildungsanstalten vermittelte. Die Universität ernannte ihn des-halb 1828 zu ihrem correspondirenden Mitglieds und der Kaiser Nikolaus ertheilteihm 1830 den Wladimirorden. Seine schriftstellerische Thätigkcit begann sehrsiühzcitig ynd bezog sich theils auf geschichtliche Forschungen, theils auf Gegen-stande der Ascetik, theils, neben Berücksichtigung der Bildungsanstalten in Kircheund Schule, auf eigentlich wissenschaftliche Theologie. Eine seiner frühesten Un-ternehmungen, die Herausgabe derZeitschrift für Christenthum und Gottes-siclahttheit" (2 Bde,, Tübingen und Jena 181617) wurde aufgegeben, alscme Gegnerin unter dem gleichen Titel, anfangs von Schröter und Klein als Op-pftsttionsschrift eingeführt, die noch immer ihren Fortgang hat, aufgetreten war.^in Andachtsbuch unter dem Titel:Für häusliche Erbauung" (Leipzig 1321)